Dienstag, 29. Dezember 2015

[Rezension] Wald der Toten - Robert C. Marley

Titel: Wald der Toten
Autor: Robert C. Marley
Seiten: 190
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 15. April 2016
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Detective Miriam Beckett wird auf den Fall der verschwundenen Fran Lovey angesetzt. Fran verschwand nach einem Besuch im Pub spurlos, doch dann beginnt sie sich wieder regelmäßig zu melden. Für Freunde und Familie ist klar: Fran wurde entführt. Aber wie sollen sie die Polizei davon überzeugen, wenn sie sich doch jeden Tag meldet?

Eigene Meinung

Das Buch ist flüssig geschrieben und hat mich von Anfang an mitgerissen. Wir begleiten hauptsächlich Miriam bei ihren Ermittlungen, wobei wir auch in ihr Privatleben schauen. Erst war ich verwundert und habe mich gefragt, warum wir so viel von ihrem scheinbar unwichtigem Leben erfahren. Doch später wird klar, warum ihr Leben eine so wichtige Rolle spielt.

Außerdem lernen wir Frans Freunde und Familie kennen, die eine wichtige Rolle in ihrem Leben und bei der Suche nach ihr spielen. Sie sind allesamt sehr authentisch und glaubwürdig gestaltet. Zudem erleben wir, wie grausam der Täter zu Fran ist und vor allem wer er ist.

Dass der Täter schon so früh bekannt gegeben wurde (gegenüber dem Leser), hat mich ein kleines bisschen enttäuscht, da so ein entscheidender Rätselpunkt wegfällt. Allerdings hat mir die Darstellung des Täters richtig gut gefallen. Bei jeder neuen Grausamkeit gegenüber Fran merkt man, wie krank er eigentlich ist und gleichzeitig was er für ein riesiges Lügenkonstrukt aufrecht erhalten muss.

Mir hat das Buch sehr gefallen. Der einzige Kritikpunkt ist Miriams Nachbar. Das erschien mir dann doch etwas unglaubwürdig und vor allem wie er ihr hilft war sehr konstruiert. 

Fazit
Spannender, nur leider recht kurzweiliger Thriller für zwischendurch.


4/5 Sterne


Danke an Bastei Entertainment und Vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 27. Dezember 2015

Neuzugänge Dezember #4

So hier kommt mein wahrscheinlich letzter Neuzugänge-Post in diesem Jahr :)

Ich hoffe, eure Weihnachtstag waren so schön, wie meine! Und davor haben mich dann doch noch zwei Bücher erreicht. Der Post kommt erst jetzt, da ich über die Weihnachtstage nicht am PC war :)



Die rote Königin steht schon bevor es überhaupt erschienen ist auf meiner Wunschliste! Entsprechend gespannt bin ich!!
Der erste letzte Kuss konnte ich beim Bloggerportal ergattern, die Hälfte habe ich schon gelesen und bin sehr angetan. Ich habe auch schon eine Ahnung, in welche Richtung es gehen wird, hoffe aber, dass ich mich irre!


Und jetzt wo sich das Jahr dem Ende zuneigt, muss ich mich auch mal an meine Jahresstatistik setzten :-O Oh graus :D

Und wie sieht's bei euch büchertechnisch aus? Kommen da noch welche vor Silvester? Habt ihr schon Pläne für Silvester, oder werdet ihr die letzten Stunden von 2015 gemütlich mit einem Buch und einem Tee auf der Couch verbringen?

Sonntag, 20. Dezember 2015

[Rezension] Die Nacht schreibt uns neu - Dani Atkins

Titel: Die Nacht schreibt uns neu
Autor: Dani Atkins
Originaltitel: The Story of Us
Seiten: 448
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 17. Dezember 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Emma ist auf dem Heimweg von ihrem Jungesellinnenabschied, als die drei besten Freundinnen einen tragischen Unfall haben. Zwar überlebt Amy nicht, doch dank Jack konnten wenigstens die anderen beiden gerettet werden. Nun spukt Jack regelmäßig in Emmas Gedanken und Leben rum und das, obwohl sie doch eigentlich mit Richard verlobt ist. Was tut man, wenn man zwei Männer liebt und wie wird Emma sich entscheiden?

Eigene Meinung

Die Geschichte, die uns Dani Atkins erzählen will ist folgende:
Richard und Emma kennen sich schon ewig und sind das Traumpaar schlecht hin! Emma verliert kurz vor der Hochzeit ihre beste Freundin Amy. Die Hochzeit kippt und Jack (Emmas Lebensretter) nimmt immer mehr Raum ein, so dass sich Emma schließlich zwischen den beiden entscheiden muss. 
Allerdings hatte ich damit so meine Probleme. Das tolle Traumpaar fand ich nicht so toll. Richard wird von Anfang an recht unsympathisch dargestellt. An keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass sie mal eine wunderbare Beziehung geführt haben. Ich wollte ihn eigentlich nur loswerden, daher war eine Hochzeit zwischen ihm und Emma für mich undenkbar. Man bekommt nicht einmal die Chance ihn zu mögen. Zwischendrin versucht Dani Atkins ihn ein bisschen sympathischer zu machen, doch da war es bei mir schon zu spät.

Wer jetzt glaubt, dass ich somit auf Jacks Seite war, irrt. Jack hat mir fast ebenso wenig gefallen wie Richard. Völlig übertrieben und unpassend klebt er ständig an Emmas Hintern und ist sogar bei klärenden Gesprächen zwischen ihr und Richard im Weg. Eine Zeit lang hatte er schon was von einem unheimlichen Stalker. Süß wäre das letzte Wort, das mir zu seinem Verhalten einfallen würde.

Die Sache mit Emmas Alzheimer kranken Mutter konnte die schnulzigen Elemente oft etwas abschwächen. Die Szenen, in denen es um sie ging waren wirklich schön und voller Gefühl, gern hätte ich mehr in die Richtung gelesen.

Ich habe "Die Achse meiner Welt" gelesen und gehofft, ein ähnlich tiefgehendes Buch zu lesen. Doch bis auf das Ende, welches wirklich schön war, bekam ich hier eine von Klischees triefende Liebesschnulze zu lesen. 

Fazit
Schade. Wäre das Buch mehr wie am Ende gewesen, wäre es sicher der Knaller geworden. Aber so bleibt es einfach ein flacher Liebesroman mit dafür unglaublich tollem Ende.


3/5 Sterne


Danke an Knaur und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Neuzugänge Dezember #3

Uiiiiiiii jetzt geht's hier aber los! Der Dezember haut Büchertechnisch richtig rein!
Meine neusten Schätze sind diese zwei hier:



Die Nacht schreibt uns neu habe ich bei der Lesechallenge von Lovelybooks gewonnen *jubel* meine erste dort :)
Und Windfire musste ich mir einfach sofort unter den Nagel reißen, nachdem ich Lynn Ravens Kuss des Kjer und Blutbraut verschlungen habe!

Habt ihr die Bücher schon gelesen, oder macht ihr zufällig auch bei der Challenge mit?

Dienstag, 15. Dezember 2015

[Rezension] Die Vertriebenen 01 - Kevin Emerson

Titel: DieVertriebenen - Flucht aus Camp Eden
Autor: Kevin Emerson
Originaltitel: The Lost Code - The Atlanteans Book 1
Seiten: 432
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2015
Buchreihe: ja





 


Inhalt
Durch die Folgen einer Klimakatastrophe ist der größte Teil der Erde komplett verbrannt. Die Überlebenden wohnen in Höhlen, oder unter Kuppeln. Owen lebt mit seinem Vater in einer dieser Höhlen und gewinnt eines Tages einen Aufenthalt in dem Feriencamp Eden, welches sich unter einer dieser Kuppeln befindet.

Erst ist Owen dort der geborene Außenseiter, doch als sein Körper sich plötzlich verändert, scheint er endlich Anschluss gefunden zu haben. Aber anstatt, dass sein Leben nun einfacher wird, verkompliziert sich alles und Eden ist nicht mehr die sichere Zuflucht, die es mal war.

Eigene Meinung

Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht und mich schon einige Vermutungen anstellen lassen.
Leider beginnt es ziemlich schleppend. Der Fokus liegt erst noch auf dem Leben im Camp, Jugendlichen Reibereien und ähnlichem. Meiner Meinung nach hätte man das ruhig kürzen und schneller zum eigentlichen Thema kommen können.


Das Buch ist aus der Sicht von Owen geschrieben, so bekommt man hautnah mit, wie er sich durch die körperliche Veränderung entwickelt. Er bekommt mehr Selbstbewusstsein und kommt auch seiner heimlichen Liebe Lilly endlich näher.
Mir hat die Liebesgeschichte nicht gefallen, da hat sich zu wenig getan. Mir war es eigentlich egal ob Owen und Lilly zusammen kommen, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass Lilly ihn nur als eine Art Lückenbüßer benutzt. Die beiden passen auch einfach nicht zusammen.

Zudem kommt noch Evans nervige Eifersucht, die einmal sogar richtig gefährlich wird. Ich hätte es besser gefunden, wenn diese Liebelei nicht untergebracht worden wäre.

Im letzten Teil des Buches spielt der Mythos Atlantis eine große Rolle. Hier hat Kevin Emerson versucht, möglichst viele Informationen auf wenigen Seiten unterzubringen, was bei mir zu einem kleinen Overflow geführt hat. Wieso konnte man das nicht etwas mehr verteilen, und dem Leser kleinere Häppchen zuwerfen?

Oh und ein Punkt noch: Ganz besonders nervig/peinlich fand ich die kursiv geschriebenen "Anweisungen" von Owens Technikern. Die sollen wohl seine Körperfunktionen symbolisieren, doch sie waren einfach nur fehl am Platz und kamen wirklich lächerlich rüber.

Fazit
Obwohl der Auftakt einige Schwächen hat, würde ich den zweiten Band lesen wollen. Vor allem, weil ich wissen möchte, ob man noch mehr über die Katastrophe erfährt und in wie fern Owens Bestimmung umgesetzt wird.



3/5 Sterne


Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Montag, 14. Dezember 2015

[Rezension] Die 100 02 - Kass Morgan

Titel: Die 100 - Tag 21
Autor: Kass Morgan
Originaltitel: The 100 - Day 21
Seiten: 320
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2015
Buchreihe: ja





 


Inhalt
Die verbliebenen Mitglieder im Camp werden von Erdgeborenen überfallen. Bellamy ist immer noch auf der Suche nach Octavia. Wells muss um das Vertrauen der Campmitglieder kämpfen. Clarke stößt auf eine unglaubliche Überraschung und Glass und Luke kämpfen im Weltraum um die letzten Luftreserven.

Eigene Meinung

Wie auch den ersten Teil habe ich diesen hier schnell durchgelesen. Kass Morgans Schreibstil ist einfach und flüssig, es liest sich schon fast wie von selbst.
Der zweite Teil hatte mehr Handlung und kaum Längen, wie der erste. Außerdem fand ich sehr gut, dass die Rückblenden etwas weniger waren. Die haben im ersten Teil schon erheblich mehr Platz eingenommen, wodurch das eigentliche Geschehen nicht so schnell voranschreiten konnte. Allerdings hätte ich die Rückblenden hier auch nicht unbedingt gebraucht, es gibt bessere Methoden, dem Leser Vorkommnisse in der Vergangenheit zu erklären.

Clarkes Hin und Her zwischen Bellamy und Wells wurde auch abgeschwächt. Hier geht es mehr um die Handlung an sich und nicht so sehr um Liebesbeziehungen zwischen den Personen. Die Erdgeborene Sasha bringt noch einmal eine neue Spannung und etwas frischen Wind in die Runde. Überhaupt gefallen mir die Erdgeborenen richtig gut, da ihr Verhalten gut nachvollziehbar, nicht "konstruiert" wirkt und sie außerdem einen ganz neuen Blickwinkel auf die Strahlenkatastrophe und ihre Folgen geben

Die Szenen im Weltraum waren auch wieder richtig spannend, weil die Luft knapp wird und eine Lösung her muss. Außerdem sind Glass und Luke einfach toll, ich hoffe sehr für die beiden, dass sie das Ganze überleben und mit einander glücklich werden.

Fazit
Die 100 - Tag 21 ist eine tolle Forsetzung von Die 100. Das Ende kam einfach viel zu schnell und der fiese Cliffhanger am Schluss macht das Warten auf den letzten Band nicht wirklich erträglicher.



4/5 Sterne


Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 12. Dezember 2015

Neuzugänge Dezember #2

Hallo zusammen :)
Ich habe wieder zwei Neuzugänge, über die ich mich megaaaa freue!!!





Vor ein paar Tagen habe ich in den Untiefen meines Portmonees einen mehrere Jahre alten Gutschein von der Mayerschen gefunden. Als wir diese Woche in Düsseldorf auf dem Weihnachtsmarkt waren, bin ich schnell bei der Mayerschen reingeschlüpft. Und siehe da, es waren noch sage und schreibe 20 Euro auf dem Gutschein!!!! Ich bin ausgerastet vor Freude und habe das Geld natürlich direkt auf den Kopf gehauen :D

Feuer & Flut möchte ich mir schon länger mal kaufen, vor allem weil es nur ein Zweiteiler ist und der zweite Band auch schon draußen ist.
Auf Aquamarin bin ich seeehr gespannt, auch wenn die Rezensionen nicht ganz so gut sind. Aber Andreas Eschbach schreibt einfach so super, seine Black*Out Trilogie habe ich verschlungen :)

Und bei euch so?


Donnerstag, 10. Dezember 2015

[Rezension] Die Auserwählten 04 - James Dashner

Titel: Die Auserwählten - Kill Order
Autor: James Dashner
Originaltitel: The Kill Order
Seiten: 448
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 28. August 2015
Buchreihe: ja





 


Inhalt
Der Band vor der Trilogie. Wir begleiten Mark und seine Freunde kurz nach der Sonneneruption und erfahren, wie der Virus freigesetzt wurde.

Eigene Meinung

Weil ich die Trilogie habe, musste ich die Vorgeschichte der Jungs natürlich auch haben. Irgendwie habe ich mir darunter aber etwas anderes vorgestellt.

Wir begleiten Mark (genau, nicht Thomas), Alec und ein paar andere, die sich nach der Sonneneruption zusammengeschlossen haben. Das ist der erste Kritikpunkt, den ich habe. Ich hätte die Geschichte gerne von Anfang an, also ab der Sonneneruption gelesen. Doch die Geschichte startet praktisch ab dem Zeitpunkt, an dem die Menschen mit dem Virus beschossen werden. Die einzigen Rückblicke erhält man, wenn Mark von der Vergangenheit träumt.

Außerdem hatte ich gehofft, mehr über Thomas und Teresa vor dem Labyrinth zu erfahren. Wie es dazu kommen konnte, dass sie sich auf die Mission eingelassen haben und, und, und. Von Thomas ist aber nur im Prolog und Epilog die Rede. Ansonsten wird er mit keinem Wort mehr erwähnt.
Es gab dafür ziemlich viele Kämpfe und teilweise hatte ich den Eindruck, einen Actionfilm zu "sehen", in dem sich die Handlung nur um das Töten der Infizierten dreht. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht

Fazit
Die Geschichte war für sich allein gesehen schön zu lesen, doch als Vorgeschichte zu der Auserwählten-Trilogie, hatte es mir zu wenig mit Thomas zu tun.



3/5 Sterne

Dienstag, 8. Dezember 2015

Neuzugänge Dezember #1

Hallo zusammen!
Lange gab es bei mir keine Neuzugänge mehr (mein SUB atmet auf).
Doch nun gibt es gleich drei neue Bücher, eines davon ist ein eBook (daher auch kein Foto :P).




Ich bin sehr gespannt, wie Kevin Emerson Die Vertriebenen umgesetzt hat. Im Moment lese ich viele solcher Bücher und daher kommt man auch nicht umhin, diese dann miteinander zu vergleichen.
Von einer Kollegin habe ich Das Schwarze Blut empfohlen bekommen, welches ich mir sofort zulegen musste.

Bei dem letzten Buch/eBook handelt es sich um Wald der Toten, welches ich bei vorablesen gewonnen habe :)

Habt ihr schon eines der Bücher gelesen? Was habt ihr so bekommen?

Freitag, 4. Dezember 2015

[Rezension] Die Berufene - M. R. Carey

Titel: Die Berufene
Autor: M. R. Carey
Originaltitel: The Girl With All The Gifts
Seiten: 512
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2014
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Der Großteil der Menschheit ist von einem schrecklichen Parasiten infiziert, der sie zu Hungernden macht. Diese greifen wiederum andere Menschen an und fressen diese.

Melanie wird mit einigen anderen Kindern auf einer Militärbasis gefangen gehalten und ebenfalls infiziert, sie zeigen jedoch ganz andere Verhaltensmuster. Sie sind die Hoffnung der Menschheit, die Hoffnung auf Heilung.
 Können die Wissenschaftler mit ihrer Hilfe die Menschheit retten, oder ist es längst zu spät?

Eigene Meinung

Das Buch wird aus der Sicht von Melanie und Miss Justineau erzählt, wobei Melanie am Anfang mehr erzählt, was sich nach einiger Zeit umkehrt. Dadurch bekommt man auch einen tollen Einblick in die Gedanken, das Handeln von Hungernden, bzw. "mutierten" Hungernden und natürlich denen, die auf der anderen Seite stehen.

Alles ist gut durchdacht und sogar sehr detailliert erklärt. So lernt man sogar etwas über die Hirnfunktionen und was mit ihnen nach der Infektion passiert. Ein tolles Endzeitszenario, bei dem mich das Ende sehr überrascht hat. Ich hätte mir persönlich ein etwas anderes Ende gewünscht, doch kann verstehen, warum M. R. Carey sich für dieses hier entschieden hat. Ganz davon abgesehen muss ich sagen, passt es auch sehr gut zur Geschichte und zeigt noch einmal, welche enorme Entwicklung Melanie im Laufe des Buches durchgemacht hat.

Trotzdem hatte das Buch einige Längern. Erst am Anfang, wo man die Zeit auf dem Stützpunkt gut etwas hätte abkürzen können und dann noch wenn sie sich durch die Städte schlagen. Dafür, dass das Ende so gewaltig und überraschend war, war das Geschehen vorher ein bisschen zu schleppend.
  
Fazit
Es hat Spaß gemacht, die Berufene zu lesen. Leider muss ich sagen, dass es kein Buch ist, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Schön war es trotzdem und gerne hätte ich noch mehr von Melanie gelesen.



4/5 Sterne

Dienstag, 1. Dezember 2015

[Rezension] Während du stirbst - Tammy Cohen

Titel: Während du stirbst
Autor: Tammy Cohen
Originaltitel: Dying for Christmas
Seiten: 416
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Jessica Gold wird an Weihnachten von einem grausamen Psychopathen entführt und 12 Tage lang gefangen gehalten. Jeden Tag hat er ein Geschenk für sie, eins grausamer als das andere. Nach und nach enthüllt er ihr so seine abstoßende Geschichte. Doch auch Jessica hat ein Geheimnis, das besser nicht enthüllt werden sollte.

Eigene Meinung

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste spielt vor und während der Entführung und der zweite nachdem Jessica wieder frei gekommen ist. In einem Brief oder einer Aufzeichnung schildert sie all die Grausamkeiten, die ihr während der Gefangenschaft angetan wurden. Meine Nerven waren in diesem Teil zum zerreißen gespannt, immer hatte ich Angst, dass plötzlich der große Schock kommt und etwas noch schrecklicheres als vorher passiert. Dominic ist wirklich gut dargestellt, vor allem die Abwechslung von krankem Psychopathen und mitfühlendem Liebhaber ist Cohen super gelungen.

Wer denkt, nachdem Jessica befreit wurde, würde sich alles klären, der irrt. Hier fängt die Geschichte erst richtig an. Der Leser wird von einer Wendung zur nächsten gejagt und man blickt kaum noch durch. Stückchen für Stückchen setzt man die grauenhafte Wahrheit zusammen und kommt zu einem Schluss, der zum Ende hin immer übertriebener und konstruierter wurde. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Geschichte nur halb so verstrickt gewesen wäre.

Zwischendurch kommen immer wieder Passagen, die von der Polizistin Kim handeln. Sie ermittelt in dem Fall und ist ein sehr trauriges Beispiel dafür, dass man sich manchmal zwischen Karriere und Familie entscheiden muss. Ihre Abschnitte sind sehr bedrückend und haben mich richtig traurig gestimmt. Und besonders bei ihrer letzten Entscheidung hätte ich nicht mit ihr tauschen wollen.

Im Klappentext und zu Beginn des Buches wird die Knopfphobie von Jessica erwähnt. Im Laufe des Buches spielt sie jedoch absolut keine Rolle. Das hätte man meiner Meinung nach weglassen sollen, da es ein bisschen lächerlich wirkt. Wenn jemand schon vor so harmlosen Dingen Angst hat und es sogar erwähnt wird, sollte die Geschichte auch irgendetwas damit zu tun haben.
  
Fazit
"Während du stirbst" ist wieder einmal ein sehr gut gelungener Psychothriller, ein Thriller der das Wort "Psycho" davor wirklich verdient. Mehr als einmal nahm die Geschichte eine überraschende Wenung und erst sehr viel später wird dem Leser klar, welches Geheimnis Jessica hat und welche Rolle es in der Geschichte spielt.



4/5 Sterne

Danke an Blanvalet und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

[DIY] Adventskalender

Hallo zusammen :)
"Pünktlich" zum Dezemberanfang habe ich beim Stöbern diesen tollen Beitrag gefunden. Dort werden verschiedene DIY-Adventskalender vorgestellt, wie z.B. diese 3 hier:




Die Seite "Das Magazin der Kartenmacherei "dreht sich zwar hauptsächlich um das Thema Hochzeit, doch hin und wieder kommen auch kreative DIY-Beiträge zu anderen Themen.

Falls ihr aber schon Hochzeitspläne habt, findet ihr hier sicher tolle Anregungen zu den verschiedensten Bereichen. Vom praktischen Planungshelfer über Notfallplänen bis hin zu schönen Ideen für Gastgeschenke ist alles dabei.
Stöbern lohnt sich also auf alle Fälle!

Aber nun zurück zum Adventskalender. Anlässlich des DIY-Artikels möchte ich euch gerne meinen selbst gebastelten Adventskalender vorstellen.

Hierfür habe ich nach schönen Baumwollstoffen geschaut und von jedem großzügig einen Meter bestellt. Von den 5 verschiedenen Stoffen ist auch noch reichlich übrig geblieben, da ich mehr kleine Säcke, als große genäht habe.
Das Zeitaufwendigste war zu überlegen, welche Maße die Säckchen haben sollen, so wie das Zurechtschneiden. Das Nähen selber ging ruck zuck. Meiner Meinung nach sollte man sich auch wirklich die Mühe machen, den Stoff zu schneiden und nicht zu reißen, da er sich beim reißen teilweise etwas verschiebt. Das sieht man hinterher zwar nicht mehr, es ist jedoch schwieriger zusammen zu stecken und zu nähen, zumindestens für Nähanfänger.

Vom Nähvorgang selber habe ich leider keine Fotos, es handelt sich jedoch um ganz einfache Säckchen mit eingenähtem Satinband zum späteren zu binden.
Den zugeschnittenen Stoff habe ich in der Mitte geklappt (also so, dass das Säckchen auf links gedreht ist) und die beiden Seiten zusammen genäht. Man darf dabei nicht vergessen, auf einer Seite das Satinband mit ein zu nähen, sonst kann man die Säckchen später nicht zubinden. Die Seitenenden habe ich zusätzlich gesäumt. Zwar sind diese nicht sichtbar im Säckchen, doch das Säumen verhindert, dass man später unschöne Fäden im Säckchen findet.
Damit bei den zugebundenen Säckchen der Innenstoff nicht sichtbar ist, sondern nur die schöne Außenseite, habe ich die Öffnung einmal ca. einen halben cm umgekrempelt (zum Fixieren überbügelt) und anschließend bis dahin, wo das Satinband eingenäht ist. Abschließend muss das ganze noch einmal rundherum mit einer Naht fixiert werden.
Umkrempeln und fertig ist das Säckchen :)

Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich, aber eigentlich wollte ich euch nur Fotos vom fertigen Produkt zeigen, das ist irgendwie ausgeartet :D

Für die Zahlen habe ich mit Anhänger überlegt, welche ich jederzeit abnehmen und tauschen, oder ersetzen kann.
Dafür habe ich auf Pappanhänger mit weißem Lackmaler die Zahlen geschrieben. Dann habe ich das Satinband der jeweiligen Farbe mit einer Länge von ca. 20-30 cm zurechtgeschnitten, durch die Löcher gefädelt und zu geknotet.

Nachdem die Säckchen befüllt waren, habe ich die Satinbänder der Säckchen durch die der Anhänger gezogen und eine Schleife gemacht. Den Vorgang habe ich auch noch einmal detailiert fotographiert, weil mir hier vor allem die Schleife so gut gefällt, da beide Enden runterhängen.

 
 
Das fertige Säckchen :)

Ich hoffe ihr konntet vielleicht ein paar Anregungen sammeln. Das Nähen macht Gott sei Dank auch nur einmal Arbeit :)
Generell finde ich selbst gemachte Adventskalender schöner, als jene, die man fertig kaufen kann.
Zum Abschluss ist noch einmal der fertige Adventskalender zu sehen!


Und wie sieht's bei euch aus? Habt ihr auch Adventskalender gebastelt, oder es euch für's nächste Jahr vorgenommen?

Montag, 30. November 2015

Lesestatistik November

Hallo meine Lieben!
Der November ist nun auch fast vorbei und diesmal bin ich ausnahmsweise mal pünktlich mit meiner Statistik :)
Und wie ich überraschend feststelle, habe ich doch mehr gelesen, als ich gedacht habe.
Genau wie letztes Mal hatte ich auch diesen Monat kein Flop :)

Und wie ist's bei euch lesetechnisch gelaufen? Habt ihr z. B. Leseflaute, weil ihr schon im Weihnachtsstress seid?




Neuzugänge: 
1. Fremd - Ursula Poznanski und Arno Strobel
2. Die Luft da oben - Pauline Keller
3. Die 100 02 - Kass Morgan
4. Das Feuerzeichen Francesca Haig
5. Während du stirbst - Tammy Cohen

Gelesen:
1. Das Joshua-Profil 432 Seiten
2. Fremd - Ursula Poznanski und Arno Strobel 400 Seiten
3. Die 100 - Kass Morgan 320 Seiten
4. Godspeed 03 - Beth Revis 480 Seiten
5. Die Luft da oben - Pauline Keller 244 Seiten 
6. Während du stirbst - Tammy Cohen 416 Seiten

Insgesamt:
Erhalten: 5
Gelesen: 2292
Seiten: (76 Seiten pro Tag)

Top:
Endlich die Reihe vollendet und auch richtig, richtig glücklich damit! "Godspeed 03" ist in diesem Monat - ohne groß zu Überlegen - mein Favorit! Die Godspeed Trilogie ist eine der wenigen, die nicht mit jedem Band immer schlechter werden :)

 
Selection 3

Flop:
Einen Flop gibt es auch diesen Monat nicht. Auch wüsste ich nicht, welches mit von den sechs gelesenen am wenigsten gefallen hat. Hoffentlich hält meine Glückssträhne an :)

Donnerstag, 26. November 2015

[Rezension] Die Luft da oben - Pauline Keller

Titel: Die Luft da oben
Autor: Pauline Keller
Originaltitel: Die Luft da oben
Seiten: 244
Verlag: BoD
Erscheinungsdatum: 08. Mai 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Lena gehört einfach nicht dazu. Ihr Eltern, so scheint es, hätten lieber eine erfolgreichere Tochter, ihre Schwester hasst sie, ihr Schwager erniedrigt sie und selbst ihre angebliche Freundin putzt sie regelmäßig runter. Dazu kommen ihre 1,82 m Körpergröße, mit der sie nirgends reinpasst.
Einzig ihr Freund Christian scheint zu ihr zu stehen.


Eigene Meinung

Das Thema des Buches ist die verzerrte Selbstwahrnehmung und die ist bei Lena wirklich arg verzerrt. Dadurch, dass sie ständig von ihrer Umgebung einen drauf bekommt - und das, seit sie klein ist - hat sie praktisch kein Selbstvertrauen mehr. Das spiegelt auch die Stimmung des Buches wieder. Beim Lesen hatte ich ein richtig beklommenes Gefühl und hätte an manchen Stellen am liebsten an Lenas Stelle laut aufgeschrien.

Ihre Familie ist zwar auch zum kotzen, wenn ich jetzt nur den Namen Manfred höre kriege ich eine Gänsehaut, aber der Höhepunkt ist ihre „Freundin“ Verena. Schreeeecklich, wie kann Lena sich nur so sehr selbstbelügen? Verena beleidigt sie und macht ihr sogar ein schlechtes Gewissen, wenn Lena absagt, weil sie für Prüfungen lernen muss. Ich hätte Verena am liebsten geschlagen und Lena gleich dazu, damit sie endlich aufwacht! Leider hat sich das Thema Verena am Ende doch ziemlich unspektakulär selbst gelöst.

Christian ist toll. So ein verständnisvoller Freund und sogar ihrer Familie bietet er Paroli. Allerdings kommt er für meinen Geschmack zu selten vor. Ich hatte das Gefühl, dass er zwischendurch vergessen wurde, was sich durch das (in meinen Augen) unnötige letzte Kapitel bestätigt hat.

Das Ende war zwar schön, obwohl ich im ersten Moment die Augen verdreht und gedacht habe „ne, so endet das, echt jetzt?“, hat es mir doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und ohne besagtes letzte Kapitel wäre es fast perfekt gewesen. Zum perfekt hätte nicht mehr viel gereicht, einzig die Tatsache, dass sich alles so plötzlich geklärt und Lena ihr Denken von jetzt auf gleich geändert haben soll, hat mich etwas gestört. Außerdem hätte ich mir auch noch eine Klärung des Problems mit ihrer Familie gewünscht – wie geht es mit ihnen weiter, hacken sie wirklich immer noch so auf Lena rum? Wenn ja, hat Lena endlich mal die Stärke, ihnen die Stirn zu bieten?
  
Fazit
Eine schöne kleine Lektüre für Zwischendurch, zum Ärgern und anschließendem Aufatmen. Knapp an vier Sternen vorbei gerutscht, auf Grund der oben genannten kleinen Kritikpunkte und weil es ruhig noch etwas länger und ausführlicher hätte sein können. Beim nächsten Buch der Autorin werde ich ohne Zögern zugreifen :)



3/5 Sterne

Danke an Marianne und Pauline Keller für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 20. November 2015

[Rezension] Godspeed 03 - Beth Revis

Titel: Godspeed - Die Ankunft
Autor: Beth Revis
Originaltitel: Shades Of Earth
Seiten: 480
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: 01. August 2013
Buchreihe: ja





 


Inhalt 
Junior, Amy und einige andere Besatzungsmitglieder der Godspeed landen endlich auf der Zemtauri-Erde. Dass es nicht die Sol-Erde und schon gar kein Paradies ist, müssen sie leider schon am ersten Tag erfahren.
Nicht nur, dass die Aufgetauten Probleme machen, es sind auch die Monster, vor denen Orion gewarnt hat, an die jedoch keiner geglaubt hat.
Werden sie es dennoch schaffen, sich dort ein neues Zuhause aufzubauen?

Eigene Meinung
Ich habe endlich diese Reihe abgeschlossen und bin restlos begeistert! Beth Revis hat das geschafft, was viele Autoren von Trilogien nicht können. Sie hält das Niveau in allen Bänden und steigert es sogar zum Ende hin.

Sie hat die Welt, die sie erschaffen hat, unglaublich gut beschrieben und ausgearbeitet. Ich hatte das Gefühl, selber auf der Zentauri-Erde zu sein und ums Überleben zu kämpfen. Nicht nur das Leben auf der Godspeed war gut erdacht, auch die Zentauri-Erde hat sie ausgesprochen gut hinbekommen.

Wie oft habe ich beim Lesen gedacht, ich hätte 1 und 1 zusammen gezählt und wurde kurz darauf mit einem noch schlimmeren Szenario belohnt. Hier sind so unheimlich viele Wendungen und Überraschungen eingebaut, dass man am Ende gar nicht mehr weiß, wie das Buch überhaupt noch zu einem guten Schluss (für die Besatzung der Godspeed) kommen soll.

Auf den Inhalt möchte ich hier gar nicht so genau eingehen, da so viel passiert und ich Angst habe, etwas vorwegzunehmen.
Allerdings hat mir Junior am Anfang nicht so gut gefallen, da er ziemlich eifersüchtig ist und sich teilweise sehr kindisch und mir unverständlich benimmt. Amy hingegen erscheint hier sehr viel reifer, als in den beiden Vorgängern, was leider auch dazu führt, dass sie Junior meiner Meinung nach zu wenig Liebe entgegen bringt. Aber diese Punkte sind zu vernachlässigen.

Fazit 
Es ist ein Finale, wie es besser nicht hätte sein können! Selten bin ich mit Trilogien so zufrieden und daher kann ich die komplette Reihe nur wärmstens Empfehlen.



5/5 Sterne

Freitag, 13. November 2015

[Rezension] Die 100 - Kass Morgan

Titel: Die 100
Autor: Kass Morgan
Originaltitel: The 100
Seiten: 320
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2015
Buchreihe: ja





 


Inhalt 
Seit einem Atomkrieg vor 300 Jahren lebt die Menschheit auf einem Raumschiff. Nun sollen 100 verurteilte Jugendliche wieder auf die Erde geschickt werden, um herauszufinden, ob die Erde immer noch verstrahlt ist, oder ob man sie wieder besiedeln kann.
Doch kaum sind sie auf der Erde gelandet, beginnt ein Albtraum, der kein Ende zu nehmen scheint.


Eigene Meinung
Wie viele andere liebe ich Dystopien in jeglicher Form, so konnte ich auch an diesem Buch nicht vorbeigehen.
Die Geschichte startet sofort rasant und hält das Tempo sogar bis zum Ende durch.
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere, Clarke, Glass, Wells und Bellamy. Die Kapitel sind immer recht kurz und man springt jedes mal zwischen den Charakteren bzw. dem Ort wo sie sich befinden hin und her, doch ich hatte keinerlei Schwierigkeiten zu folgen.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, wobei mir Clarke etwas zu sprunghaft in ihren Entscheidungen war. Das konnte ich manchmal nicht nachvollziehen. Dafür haben mir Wells und Bellamy sehr gut gefallen, die beiden waren mir trotz einiger Zwischenfälle sofort sympathisch. Über Glass und Luke habe ich jedoch am liebsten gelesen, vor allem weil man nur duch die beiden wirklich was über das Raumschiff erfährt.

Die Geschichte spielt auf der Erde und auf dem Schiff, was mir besonders gut gefallen hat, da ich immer wieder gespannt bin, wie Autoren sich das Leben auf Schiffen, oder gar anderen Planeten vorstellen. Hier hätte man ruhig noch etwas auf das Leben und die Struktur eingehen können, das war mir ein bisschen zu wenig.
Außerdem werden fast immer nur die gleichen paar Leute auf der Erde erwähnt, dadurch hatte ich nicht das Gefühl, dass wirklich 100 Jugendliche dort gelandet sind.


Das einzige, das mir nicht so gefallen hat, waren die regelmäßigen Sprünge in die Vergangenheit. In fasst jedem Kapitel kommt so ein Sprung um das Verhalten der jeweiligen Person zu erklären. Mir waren das etwas zu viele. Geschehen aus der Vergangenheit kann man auch geschickter in die Geschichte einbauen. Ich hatte das Gefühl, dass auf Grund dieser Rückblenden nicht so viel auf der Erde geschehen konnte und hoffe, dass sich das nach diesem unglaublichen Cliffhanger in Band 2 ändern wird.
  
Fazit 
Den Auftakt der Trilogie kann ich Dystopie-Fans wirklich empfehlen. Vor allem hat es Kass Morgan geschafft einen innerhalb so kurzer Zeit zu fesseln und neugierig auf mehr zu machen.



4/5 Sterne

Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 12. November 2015

[Rezension] Finderlohn - Stephen King

Titel: Finderlohn
Autor: Stephen King
Originaltitel: Finders Keepers
Seiten: 544
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Buchreihe: ja





 



Inhalt 
Morris Bellamy ermordet aus Wut den Schriftsteller John Rothstein. Dabei erbeutet er Bargeld und ein Haufen nicht veröffentlichter Notitzbücher. Nachdem er seine Beute erst einmal in Sicherheit gebracht hat, wird er allerdings für ein völlig anderes Verbrechen verhaftet und wandert für lange Zeit hinter Gittern.
Jahre später findet Peter diesen "Schatz", der seiner Familie über eine schlimme Zeit hinweg hilft.

Als Bellamy entlassen wird und seine Beute nicht wieder findet, macht er gnadenlos jagt auf Peter.

Eigene Meinung
Stephen King hat manchmal die Eigenart, dass er erzählt und erzählt - an die 200 Seiten sind vergangen - und die eigentliche Geschichte ist immer noch nicht richtig ins rollen geraten. So war es leider auch hier. Stephen King schreibt und schreibt und schreibt, aber es passiert nicht wirklich viel.

Bei Joyland z. B. war das nicht so schlimm, da es trotzdem interessant war. Doch hier passiert nichts, es ist einfach eine langweilige und unnötige Vorgeschichte zu den Protagonisten. Ich sage nicht, dass ich Vorgeschichten generell unnötig finde, doch es gibt genug Autoren, die gezeigt haben, dass es auch anders geht. Z. B. kürzer und vor allem interessanter.

Irgendwann beim Lesen dämmerte es mir dann auch mal so langsam: Mr. Mercedes ist der Vorgänger des Buches. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. So muss ich sagen, dass mir auch ohne Band 1 gelesen zu haben, keine Informationen gefehlt haben. Hodge und Holly sind die Ermittler aus Mr. Mercedes, spielen hier für die Geschichte jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Holly hat mich mit ihrer Art nur genervt und Hodge machte auf mich einen frustrierten und müden Eindruck. Wenn das eigentlich der zweite Band einer Trilogie um Hodge sein soll, ist da wohl irgendwas schief gelaufen.

Sehr gefallen hat mir eine Figur, die leider nur sehr wenig vorkommt. Hodge besucht gelegentlich einen Mann namens Brady. Beim Weiterlesen erfährt man, dass das der Täter in Mr. Mercedes ist und in seinem näheren Umfeld wird gemunkelt, er hätte irgendwelche Kräfte. Schade, dass King hier nicht näher drauf eingegangen ist, diese Stellen waren wirklich klasse. Allerdings scheint es so (hoffentlich), dass Brady wohl im letzten Teil eine große Rolle spielen wird. Ich bin gespannt.
 
Fazit 
Finderlohn war wieder ein King Buch, das mich nicht begeistern konnte. Es beginnt zu langsam, der Leser wird mit einer schier endlosen Einleitung zu Tode gelangweilt. Die Protagonisten konnten mich nicht vollständig überzeugen und das Ende war mir zu schnell und lieblos.
Ich würde es nicht weiterempfehlen, sofern man nicht Mr. Mercedes gelesen hat und wissen möchte, wie die Trilogie weitergeht.




3/5 Sterne

Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Fremd - Ursula Prznanski und Arno Strobel

Titel: Fremd
Autor: Ursula Poznanski und Arno Strobel
Originaltitel: Fremd
Seiten: 400
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2015
Buchreihe: nein





 



Inhalt 
Ein fremder Mann dringt in Joannas Haus ein und behauptet ihr Verlobter zu sein. Doch wo sind dann alle seine persönlichen Sachen? Nichts deutet darauf hin, dass er die Wahrheit sagt, auch wenn er erschreckend viel über Joanna weiß.
Anders herum kommt Erik nach Hause und findet eine verwirrte Joanna vor. Dabei wollte er nur eins, nach dem anstrengenden Arbeitstag in ihren Armen liegen. Aber Joanna erkennt ihn nicht und zudem sind komischerweise alle seine Sachen spurlos verschwunden.
Was geht hier vor sich und wer von beiden ist jetzt der Verrückte?

Eigene Meinung
Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Erik und Joanna. Zwar haben hier zwei Autoren ihre Hände im Spiel, doch trotzdem waren mir die Stile nicht unterschiedlich genug. Ich hatte so meine Schwierigkeiten und musste nach Lesepausen nochmal nach der Kapitelüberschrift (jeweiliger Erzählername) schauen. Am Anfang waren es mir auch zu viele Wiederholungen. Klar wollten die beiden wohl eine Szene aus der Sicht beider Protagonisten schildern, doch ich fand das eher langweilig, als das ich ein Aha-Erlebnis gehabt hätte.

Die Nebencharaktere sind nicht gut ausgearbeitet. Über Ela, die eine etwas größere Rolle spielte, erfährt man auch nicht wirklich mehr, als dass sie angeblich eine gemeinsame Freundin der beiden ist. 
Ich fühlte mich trotz Ich-Perspektive weder Erik noch Joanna nah. Wenn überhaupt hat mir Erik mehr zugesagt, da Joanna auf mich einen eher unsympathisch Eindruck gemacht hat. Meiner Meinung nach hat sie sich zu sehr verschlossen, hat sofort beim Treffen einer Person angefangen, sich Verschwörungstheorien auszudenken. Mich hat's irgendwie nur genervt. 
Sehr negativ ist mir hier auch Eriks Ex-Freundin Nadine aufgefallen. Sie hat sich einfach total irrational verhalten, bleibt z.B. im Haus der beiden obwohl sie mehrfach rausgebeten wurde. Und das Schlimme: Die jeweiligen Beteiligten sind meistens noch auf sie eingegangen und wundern sich später, dass sie sich so komisch verhält und sie sie nicht loswerden.

Leider weiß ich nicht, woran es liegt, ob ich vielleicht schon öfter Geschichten in die Richtung gelesen habe, aber ich hatte sehr schnell einen Verdacht, was da wohl passiert ist. Beim Voranschreiten der Geschichte hat sich meine Vermutung nur bestätigt und es gab für mich keine unvorhergesehenen Wendungen mehr. Das Ende war mir ehrlich gesagt auch zu sehr an den Haaren herbei gezogen.


Fazit 
Schade, ich habe von den beiden Autoren eine raffiniertere Geschichte erwartet. Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich noch gut gemeinte drei Sterne.



3/5 Sterne