Freitag, 20. Juli 2018

[Rezension] Ein wenig Leben - Hanya Yanagihara


Titel: Ein wenig Leben
Autor: Hanya Yanagihara
Originaltitel: A Little Life
Seiten: 960
Verlag: Hanser Berlin
Erscheinungsdatum: 30. Januar 2017
Buchreihe: nein










Inhalt
Jude, Willem, Malcolm und JB sind Freunde fürs Leben. In jungen Jahren haben sie sich kennen, lieben und auch hassen gelernt. Wir sind dabei wie ihre Freundschaft anfängt, begleiten die Höhen und Tiefen im Laufe der Jahre und sehen dabei zu, wie sich diese Freundschaft in etwas ganz besonderes verwandelt.
 
Eigene Meinung
Auch wenn es ein Buch über die Freundschaft der vier ist, dreht es sich doch größtenteils um die engste von ihnen: Jude und Willem.
Jude führt, wie die anderen drei, nach außen hin ein erfolgreiches und glückliches Leben, doch hinter der Fassade ist er ein zerbrechlicher Mann, der voller Selbstzweifel ist. Für Jude ist jeder Tag ein Kampf und seine Kraft zieht er aus der Freundschaft zu Willem, JB und Malcolm.

Anfangs fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Der Schreibstil war ungewohnt und ziemlich holprig. Oft kam ich mit den vielen Zeitsprüngen nicht klar und war frustriert wenn unklar war, wer gerade zum Erzähler geworden ist. Doch nach dem schwierigen Einstieg hat mich das Buch nicht mehr losgelassen.

Es war einfach wunderbar an den verschiedenen Stationen im Leben der vier teilzuhaben. Besonders als es sich mehr um Willem und Jude drehte. Die Geschichte ist mir unglaublich nah gegangen. Jude ist so voller Selbsthass und –ekel, dass es mir förmlich das Herz zerrissen hat. Umso wundervoller war es zu sehen, wie die vielen Menschen in seinem Leben versuchen, das Leben für ihn Lebenswert zu machen.

Nach und nach erfahren wir auch, warum Jude so schwierig ist, warum er niemanden an sich heranlässt. Seine Geschichte ist so voller Grauen, dass ich mir immer wieder vor Augen halten musste, dass es sich nur um Fiktion handelt.

Fazit 
„Ein wenig Leben“ ist ein unglaublich tolles Buch. Es ist die Chronik einer einzigartigen drei Jahrzehnte währenden Freundschaft, die alle ihre Mitmenschen in ihren Bann gezogen hat und einen nicht so schnell loslassen wird.


5/5 Sterne

Dienstag, 17. Juli 2018

[Lesestatistik] Juni 2018

Der Monat ist schon mehr als halb rum und ich habe die Statistik total vergessen :D
Wie dem auch sei. Hier ist sie:




Neuzugänge:
1. Die Glaszauberin - Sara Douglass
2. Najaden - Heike Knauber
3. Was ihr nicht seht - Nuala Ellwood
4. Himmelstochter - Lea Ringpfeil 
5. Wo mein Herz dich findet - Kathryn Taylor         


Gelesen:
1. Das Paar aus Haus Nr. 9 - Felicity Everett 368 Seiten 
2. Marthas Widerstand - Kerry Drewery 448 Seiten
3. Scythe 02 - Neal Shusterman 544 Seiten
4. Funkenmagie - Liane Mars 420 Seiten
5. Turion - Teresa Kuba 404 Seiten
6. Aura 01 - Clara Benedict 368 Seiten   
  

 


Insgesamt:
Erhalten: 5
Gelesen: 6
Seiten: 2552 (85 Seiten pro Tag)

Top:
"Scythe 02" von Neal Shusterman hat mich genau so begeistern können, wie der erste Band! Jetzt heißt es sehnsüchtig warten auf den letzten Band!!

Selection 3

Flop:
"Aura 01" von Clara Benedict scheint wohl eher für Kinder geschrieben zu sein. So kindisch die Protagonistin und so unspannend das Buch war.

Selection 3

[Rezension] Wo mein Herz dich findet - Kathryn Taylor


Titel: Wo mein Herz dich findet
Autor: Kathryn Taylor
Seiten: 336
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 29. Juni 2018
Buchreihe: nein










Inhalt 
Cara hat eine Autopanne in den Bergen und trifft dort auf Liam, der in einer einsamen Berghütte wohnt. Als sie Liam wieder verlässt will dieser, dass sie ihn vergisst und niemandem von ihm erzählt. Wieder im Dorf angekommen stellt sie Nachforschungen an und stößt auf ein schreckliches Geheimnis
 
Eigene Meinung
Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Die ersten Seiten waren echt toll, daher habe ich es auch angefangen. Allerdings kirstallisierte sich dann ziemlich schnell raus, wie sich die Geschichte wohl entwickeln wird.

Wir begleiten zum einen Cara und Liam und zum anderen Patrick und Amy. Beide Geschichten werden mehr oder weniger getrennt behandelt, sind aber unweigerlich miteinander verbunden.
Hier hat mir die von Patrick und Amy etwas besser gefallen. Wobei es sich mir aber in beiden Handlungssträngen definitiv viel zu schnell von Kennenlernen/Schwärmerei zu unendlich großer Liebe entwickelt hat.
Auch gab es keine Überraschungen. Von Anfang an war klar, was Liams Geheimnis ist. War das Absicht, oder war es einfach nicht gut genug geschrieben? Ich persönlich mag es ja, miträtseln zu können, was mir hier vorweggenommen wurde.

Zudem
hat sich einfach im Laufe des Buches alles viel zu perfekt gefügt. Jeder macht sich im richtigen Moment die entscheidenden Gedanken und alle vorher unlösbar großen Probleme lösen sich innerhalb weniger Augenblicke in Wohlgefallen auf.
Und selbst, wenn man die oben genannten Kritikpunkte weniger gewichten würde, war die Geschichte einfach viel zu unrealistisch.

Fazit

„Wo mein Herz dich findet“ war mir dann doch etwas zu seichte Frauenliteratur. Mich hat am meisten gestört, dass die Geschichte zu harmonisch ist und vor allem voller offensichtlicher Andeutungen. Ich hätte mir ein paar mehr Höhen und Tiefen und vor allem überraschende (!!) Wendungen gewünscht.

2/5 Sterne

Danke an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 10. Juli 2018

[Rezension] Himmelstochter - Lea Ringpfeil


Titel: Himmelstochter
Autor: Lea Ringpfeil
Seiten: 400
Verlag: Planet!
Erscheinungsdatum: 29. Juni 2018
Buchreihe: ja









Inhalt
Aiden ist neu an der Schule und scheint sich sofort auf Caitlyn fixiert zu haben. Doch diese ist so gar nicht begeistert von dem großen Los, das sie gezogen hat. Notgedrungen müssen die beiden nun miteinander auskommen, denn Aiden ist ihr Beschützer und sie soll die Welt retten. Als Caitlyn ihm nach anfänglichen Schwierigkeiten Glauben schenkt, machen sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und entdecken unglaubliches. 

Eigene Meinung
Anfangs hat mir das Buch recht gut gefallen, sieht man mal von Wortwiederholungen in einem Satz ab. Doch irgendwann in der Mitte kam ein Wendepunkt und ich hatte das Gefühl, dass es ab da anders geschrieben war. Irgendwie schlechter und schmonzettenhafter.

Davon abgesehen sind Aiden und Caitlyn eigentlich tolle Charaktere. Allerdings verändert sich Caitlyn in Irland plötzlich zum Schlechteren. Sie scheint nicht mehr sie selbst und lässt mehr als einmal das verwöhnte Mädchen raushängen, was sie eigentlich nicht ist.

Auch habe ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen können.
Aiden kommt in Irland leider nicht mehr so häufig vor, wie vorher und scheint eher eine Statistenrolle angenommen zu haben.

Außerdem war es mir in der zweiten Hälfte wieder zu perfekt und zu schnell. Caitlyn bekommt Training, ist in fast allem gut und findet sich in ihrem neuen Leben viel zu gut zurecht. In Irland findet sie die Leute sofort nett und toll und freundet sich mit ihnen an. Sie will stark sein, sagt es sich auch immer wieder, aber wenn es dann drauf ankommt ist sie ein Schwächling sondergleichen.
Zudem springt die Beziehung zwischen Aiden und Caitlyn innerhalb weniger Seiten von einem Extremen ins andere. Anstrengend!

Es ist einfach zu konstruiert, als hätte sich die Autorin an Stichpunkten entlanggehangelt. Des Weiteren hat mich der häufige Gebrauch von Kraftausdrücken ziemlich gestört. Ich habe da ja nichts gegen und fluche selber mal, aber hier war es einfach zu viel und zu gewollt.
Und zu guter Letzt: Es war einfach zu vorhersehbar. 

Fazit
Berücksichtigt man, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, ist es sicher ganz in Ordnung. Allerdings war ich irgendwann nur noch genervt und werde mir den zweiten Band sicher nicht antun.



2/5 Sterne

Danke an Planet! und netgalley für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 5. Juli 2018

[Rezension] Tell me three things - Julie Buxbaum


Titel: Tell me three things
Autor: Julie Buxbaum
Originaltitel: Tell Me Three Things
Seiten: 400
Verlag: one
Erscheinungsdatum: 29. Juni 2018
Buchreihe: nein









Inhalt
Jessie ist mit ihrem Vater zu seiner neuen Frau gezogen. Weg aus ihrem alten Leben und ihrem gewohnten Umfeld muss sie sich komplett neu orientieren. Gar nicht so einfach, wenn alle gegen einen zu sein scheinen. Gut, dass es da diese anonyme Person gibt, die ihr wertvolle Tipps gibt.
Und bald scheint aus der harmlosen Texterei mehr zu werden. Doch kann man sich in jemanden verlieben, den man eigentlich gar nicht kennt?


Eigene Meinung

Beim Lesen schon habe ich überlegt, wie viele Sterne ich wohl geben würde. Meiner Meinung nach war "Tell me three things" eher für das jüngere Publikum, da die Protagonisten selber erst 16 Jahre alt sind. Doch je mehr es aufs Ende zuging, desto begeisteter war ich. Schließlich musste ich einfach die volle Anzahl an Sternen geben. 


Jessie hat zwar die üblichen Teenie-Probleme, aber die Beschreibung und Behandlung derselbigen war nie langweilig, geschweige denn, dass ich genervt davon war. Julie Buxbaum hat beim Schreiben immer die richtigen Worte gefunden. Obwohl ich mehr als zehn Jahre älter bin als Jessie, konnte ich mich unglaublich gut in sie hineinversetzen und das ist echt selten, wenn es um "Teenie-Geschichten" geht.

Zwar war mir von Anfang an klar, wer hinter dem anonymen Absender der Nachrichten steckt, doch das hat es nicht weniger aufregend gemacht. Es hat wirklich unglaublichen Spaß gemacht das Buch zu lesen! Eine tolle Geschichte, die einem ans Herz geht!! 

Fazit

Zu hundert Prozent weiter zu empfehlen! Lasst euch nicht von dem vermeindlichen "Teenie-Drama" abschrecken. Es wird von Seite zu Seite schöner!

5/5 Sterne

Danke an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!