Freitag, 7. Dezember 2018

[Rezension] Das Leuchten unserer Träume - Dani Atkins


Titel: Das Leuchten unserer Träume

Autor: Dani Atkins
Originaltitel: This Love
Seiten: 448
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2018
Buchreihe: nein










Inhalt 
Sophies Bruder stribt bei einem Verkehrsunfall und seit dem verschließt sich Sophie ihren Mitmenschen gegenüber. Jahre später bricht bei ihren Nachbarn ein Feuer aus und sie ist in der Wohnung gefangen. Ben, der zufällig vorbeikommt, gelingt es sie zu retten und ab dem Zeitpunkt weicht er nicht mehr von ihrer Seite. Anfangs misstrauisch, lässt sich Sophie immer mehr auf ihn ein, bis sie hinter sein schreckliches Geheimnis kommt.

Eigene Meinung

Eigentlich mag ich die Bücher von Dani Atkins, so war es anfangs auch bei diesem hier der Fall. Ich mochte die Protagonisten und die Geschichte war mitreißend. Leider verlor sich das in der Mitte. Ab dem Zeitpunkt, wo Ben eine größere Rolle in Sophies Leben spielt, geschah nicht mehr viel. Es wurde zu einer seichten Unterhaltung.

Die Handlung zog sich dahin und Sophie wurde immer unvorsichtiger und ängstlicher, was mich immer mehr genervt hat. Ich verlor den Bezug zu den Protagonisten, so dass mir ihre Erlebnisse nicht mehr wirklich nahe gegangen sind.

Wendungen, die überraschend sein sollten, waren zu vorhersehbar. Hier hat Dani Atkins definitiv zu viele Hinweise gestreut. Vieles war zu offensichtlich und an einigen Stellen zu konstruiert und an den Haaren herbei gezogen.

Am Ende ging es dann Schlag auf Schlag. Zwar habe ich einmal kurz auf die Tränendrüse gedrückt, allerdings eher auf Grund von Dani Atkins emotionalem Schreibstil und weniger wegen der Situation an sich.

Fazit

Schade, ihre anderen Romane haben mir besser gefallen. Ich hätte gerne mehr mit den Protagonisten mitgefiebert, doch ihr Schicksal ging mir nicht so nahe, wie es sollte.



3/5 Sterne

Danke an Knaur und vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 5. Dezember 2018

[Rezension] Ich vernichte dich - Brad Parks


Titel: Ich vernichte dich
Autor: Brad Parks
Originaltitel: Closer than you know
Seiten: 480
Verlag: FISCHER
Erscheinungsdatum: 28. November 2018
Buchreihe: nein










Inhalt 
Als Melanie ihren Sohn von der Tagesmutter abholen will, befindet sich dieser zu ihrem Entsetzen schon nicht mehr dort. Stattdessen wird sie des Drogenbesitzes angeklagt und ihr Sohn kommt in eine Pflegefamilie. Melanies schlimmster Albtraum wird wahr und niemand glaubt an ihre Unschuld.

Eigene Meinung

Das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen und ist fast durchweg spannend. Man kann Melanies Verzweiflung richtig spüren, so nah geht einem ihr Schicksal. Es tauchen immer mehr Vorwürfe gegen Melanie auf und ihre Situation wird immer auswegsloser.

Zusätzlich zu Melanies Sichtweise begleiten wir die Ermittlerin Amy und auch das Paar, welches Melanies Sohn zur Pflege bekommt. Schnell wird klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zu geht.

Leider hat mir Amys Ermittlungsarbeit überhaupt nicht gefallen. Sie zieht viel zu schnell die falschen Schlüsse und beschuldigt jemanden anhand von fadenscheinigen Beweisen, nur um dann später wieder am Anfang zu stehen, weil sie eben doch den falschen Täter überführen wollte. Andauernd geht das so und zusätzlich macht sie noch schwerwiegende Verfahrensfehler, die nicht mit dem Bild der tollen Ermittlerin übereinstimmen.

Melanie wird mir im Laufe des Buches immer unsympathischer, weil sie zum Ende hin richtig egoistisch wird. Mag sein, dass es daher rührt, dass sie um das Wohl ihres Sohnes besorgt ist, doch dann wurde das nicht gut rüber gebracht.

Einige Figuren tauchen nur sporadisch auf, bekommen aber am Ende eine unglaublich große Bedeutung, die für mich als Leser nicht nachvollziehbar war.

Außerdem gibt es hier wieder ziemlich viel Ermittlungsarbeit auf eigene Faust, die ich, auf Grund der Häufung, sehr unrealistisch fand. Auch das Ende war viel zu konstruiert und war teilweise (z. B. in Hinsicht auf den Täter) nicht stimmig.

Fazit

Trotz der vielen Kritikpunkte wurde ich gut unterhalten. Es war mir nur etwas zu konstruiert und unglaubwürdig.

3/5 Sterne

Danke an Fischer Verlage und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Montag, 3. Dezember 2018

[Rezesion] To Keep You Safe - Judit Müller


Titel: To Keep You Safe - Warum wir leben
Autor: Judit Müller
Seiten: 320
Verlag: A TREE & A VALLEY
Erscheinungsdatum: 01. November 2018
Buchreihe: nein










Inhalt 
Judy und ihre zwei Geschister müssen nach Meteoriteneinschlägen ohne ihre Eltern klar kommen. Sie versuchen in einer unmenschlichen Welt zu überleben, bis Judy auf die Liebe trifft und alle ein bisschen Hoffnung bekommen.

Eigene Meinung

Die Geschichte ist anders, als ich es erwartet habe. Es geht primär nur darum, wie Judy und ihre Geschwister überleben und sich durch die zerstörte Welt kämpfen.

Spannend war es leider nicht wirklich, sondern dümpelte eher nur so dahin. Zwar fieberte man mit Judy und ihren Geschwistern mit, doch das ist eher so nebensächlich. Es ist wie ein kleiner Einblick in ihren Alltag während die Welt untergeht.

Fazit

Schlecht ist es nicht, doch vielleicht eher für jüngeres Publikum - als kleiner Buchsnack.

4/5 Sterne

Danke an A TREE & A VALLEY und Literaturtest für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 28. November 2018

[Rezension] Die Brut 03 - Ezekiel Boone


Titel: Die Brut - Das Ende naht
Autor: Ezekiel Boone
Seiten: 400
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 23. Mai 2018
Buchreihe: ja










Inhalt 
Das Finale der Spinnen-Trilogie. Die Lage spitzt sich zu und alle Handlungsstränge laufen zusammen. Der Showdown beginnt.

Eigene Meinung

Für mich war der letzte Band der Trilogie, trotz einiger Kritikpunkte, ein gelungener Abschluss.

Man ist den Charakteren nochmal näher, als in den beiden ersten Bänden. Ich bin jedem einzelnen gerne gefolgt. Sei es den politischen Machenschafften der Präsidentin und ihres Gefolges, oder Melanies Forschungen an den Spinnen. Aber auch die Zivilisten Fred und Amy haben mir wieder gut gefallen, sie bringen richtig Schwung in die Sache.

Leider haben mir die Kapitel gefehlt, in denen es um Einzelschicksale von Personen ging, die nicht wichtig waren und die den Spinnen zum Opfer gefallen sind. Sie waren es, die die Angst in Band eins und zwei noch geschürt haben.
Stattdessen gibt es nun Kapitel aus der Sicht der Spinnen, jeweils jedoch nicht einmal eine Seite lang. Ich persönlich hätte diese Kapitel nicht gebraucht und es besser gefunden, wenn es genau so wie in den ersten beiden Bänden gewesen wäre.

Auch gibt es weniger neue Informationen über die Spinnen. Vieles was vorher angerissen wurde, wurde leider nicht zufriedenstellend aufgearbeitet und beantwortet. Ebenso war der große Showdown, auf den alles hingearbeitet hat, eher mau. Nach der Vorarbeit der ersten Bände habe ich etwas größeres und spektakuläreres erwartet. Aber gut, richtig unzufrieden bin ich mit der Lösung aber auch nicht.

Fazit

Trotz meiner Kritikpunkte hat mir der letzte Band sehr gut gefallen. Ich war in einem rutsch durch und fand es wieder extrem spannend, auch wenn sich der Schwerpunkt etwas von den Spinnen weg und zu den Charakteren hin verschoben hat.

4/5 Sterne

Dienstag, 27. November 2018

[Rezension] Der Tod kommt nach Mitternacht - Matthew Sullivan


Titel: Der Tod kommt nach Mitternacht
Autor: Matthew Sullivan
Originaltitel: Midnight at the Bright Ideas Bookstore
Seiten: 384
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 20. August 2018
Buchreihe: nein










Inhalt 
In der Bibliothek in der Lydia arbeitet, erhängt sich eines Tages einer ihrer Stammkunden. Er hinterlässt ihr allerhand zerschnittene Bücher und zu guter Letzt auch ein Foto von ihr als Kind. Nach und nach enträtselt Lydia die Hinweise, die ihr hitnerlassen wurden und wird immer tiefer in eine Vergangenheit geführt, von der sie jahrelang versucht zu entkommen.

Eigene Meinung

Ein Kriminalroman, der mir wieder richtig gut gefallen hat. Die Protagonistin hat eine schreckliche Vergangenheit, der man jedoch ziemlich schnell auf die Schliche kommt. Wie aber alle agierenden Personen miteinander zu tun haben und wer welche Rolle spielt, wird erst nach und nach klar.
Oft wird in Krimis auf eine spannende Auflösung hingearbeitet und diese dann leider nur ungenügend gelöst, was den Leser sehr unzufrieden zurück lässt. Doch hier hat alles perfekt gepasst.

Es war nicht vorhersehbar und hatte sogar sehr viele Wendungen, die mich ein ums andere Mal sehr überrascht haben.

Fazit

In nur zwei Tagen habe ich den Roman verschlungen, alleine das spricht schon für das Buch. Er ist angenehm geschrieben und von Anfang bis Ende voller Spannung.
Vollste Leseempfehlung!

5/5 Sterne

Danke an Goldmann und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Was Alice wusste - T. A. Cotterell


Titel: Was Alice wusste
Autor: T. A. Cotterell
Originaltitel: What Alice Knew
Seiten: 320
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2018
Buchreihe: nein










Inhalt 
Nach einem Arbeitsauftrag kommt Alice nachts nach Hause und findet ein leeres Bett vor. Am nächsten Morgen ist ihr Ehemann immer noch nicht wieder aufgetaucht. Als er ein paar Stunden später nach Hause kommt, ist ein Mädchen tot und Ed ist einer der Hauptverdächtigen. Alice versucht ihren Mann zu schützen, doch dabei verstrickt sie sich immer weiter in ihren Lügen.

Eigene Meinung

Anfangs fand ich die Geschichte noch spannend. Doch dann wurde es schnell zu einem langweiligen hin und her, bei dem schließlich Alice' und Eds Ehe auf dem Spiel steht. Eine Ehekrise hatte ich so nicht auf dem Schirm.

Mir haben Alice und ihre Arbeit gefallen. Ed hingegen war mir leider unsympathisch, mit seiner glatten und beherrschten Art und ihre beiden Kinder sind kaum vorgekommen.

Ich fand es echt zäh und meistens recht unspannend. Ein Thriller mag es ja gewesen sein, von "psycho" fehlt hier aber jede Spur und der Thriller gehört auch eher zu den schlechteren.
Lediglich am Ende kam noch ein kleines Aufbäumen, doch leider viel zu spät. Das meiste war absurd und unrealistisch.

Fazit

Für Einsteiger in die Thrillerwelt sicher ein nettes Buch, für alle anderen ist es wahrscheinlich zu langweilig und unausgereift.

2/5 Sterne

Danke an Goldmann und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 22. November 2018

[Rezension] Die Ring Chroniken 01 - Erin Lenaris


Titel: Die Ring Chroniken - Begabt
Autor: Erin Lenaris
Seiten: 352
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 03. September 2018
Buchreihe: ja










Inhalt
Emony hat nur eine Chance aus dem Armenviertel in der Wüste herauszukommen und ihr und ihrer Mutter ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie muss Adoptin werden und für WERT arbeiten. Überrschenderweise bekommt sie sogar zusammen mit ihrem besten Freund einen Platz für die Ausbildung, doch was sie da erfährt, erschüttert alles, woran sie gedacht hat. 

Eigene Meinung
Vorweg: An diesem Auftakt war nicht alles schlecht. So gefiel mir die Grundgeschichte eigentlich richtig gut, leider hat Erin Lenaris zu wenig draus gemacht bzw. mir alles mit den Figuren und deren Handlung kaputt gemacht.

Es ist total vorhersehbar. Als Leser ist einem sofort klar, wer hier wen liebt, noch lange bevor es die Betreffenden selbst merken. Das führt leider dazu, dass ich deren Handlung und Gedanken eher lächerlich und total erzwungen fand. Die Geschichte an sich ist gar nicht so vorhersehbar, eher wie in jedem durchschnittlichen Roman, also völlig okay.
Aber teilweise waren die Protagonisten für das erfolgreiche Abschließen einer Mission auf die Hilfe anderer angewiesen, bei denen eigentlich nicht sicher war, ob sie ihnen helfen würden. Auch hier wusste man von vorneherein wer sich anschließen würde und wer nicht. Die Umsetzung bzw. die Überzeugung dieser Figuren war unglaublich konstruiert und somit auch nicht spannend.

Die Liebesgeschichte der Protagonisten war ebenfalls zum Haareraufen. Wie das ganze Buch war diese Romanze ebenfalls voller Klischees. Ganz von den schlechten Dialogen abgesehen. Die Geschichte mutet an ein Baukastenprinzip eines Fantasy-Romanes an. Den bösen Buben brauchen wir, den verliebten besten Freund, die schlaue Freundin, blablabla... laaaangweilig.

Noch eine Sache zu ihem besten Freund Felix: Eine nervigere Figur habe ich lange nicht in einem Buch gehabt. Er springt rum wie ein hyperaktiver Flummi und explodiert bei jeder Kleinigkeit. Was dem Leser sofort klar ist, hat Felix bis zum Ende nicht begriffen, nämlich dass Emonys Herz einem anderen gehört. Katastrophal nervig der Typ.

Jetzt hätte ich fast Emonys tolle Gabe vergessen... absolut schlecht umgesetzt. Für mich war das einfach nur ein einfaches Mittel, damit die Protagonisten ohne große Schwierigkeiten weiter kommen. So konnten sie richtig schnell Lügner entlarven... spannend oder interessant war das nicht. Wo bleibt denn da die Überraschung? Wenn man unbedingt etwas übernatürliches oder unwirkliches reinbringen will, sollte man sich schon etwas mehr Mühe geben und nicht so eine halbherzige Sache daraus machen.

Fazit
Leider ist nach dem Auftakt auch wieder Schluss für mich. Die Geschichte hatte Potential, ging aber bei den klischeehaften Figuren und der absurden Handlung komplett unter.


2/5 Sterne

Danke an HarperCollins und netgalley für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 21. November 2018

[Rezension] Nächste Ausfahrt Zukunft - Ranga Yogeshwar

Titel: Nächste Ausfahrt Zukunft
Autor: Ranga Yogeshwar
Seiten: 400
Verlag: KiWi
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2017
Buchreihe: nein





 

Ranga Yogeshwar beleuchtet den Wandel unserer Welt anhand verschiedenster Themen. So geht er sehr ausführlich auf die Digitalisierung ein und zeigt auf, welche Fortschritte wir damit machen konnten, aber auch, was es für negative Folgen hatte und vielleicht noch haben wird.

Anfangs fand ich es etwas zäh und ich war ein bisschen verzweifelt, mich 400 Seiten durch das Buch quälen zu müssen, doch dann nach ein paar Seiten ließ es sich richtig flüssig lesen und hat mir gut gefallen.

Ranga Yogeshwar liefert hier keine Lösungen für bestehende, oder auch kommende Probleme, sondern bietet vielmehr einen Rundumblick auf verschiedene Themen die uns beschäftigen. Sei es im Alltag (Handy, Elektrogeräte), oder auch in der Forschung (Kernenergie, Raumfahrt...). Mit viel Witz dazwischen erklärt er selbst Laien verständlich die Wandlung der Dinge.

Mir hat das Buch echt gut gefallen. Ranga Yogeshwar geht nicht zu detailiert in einzelne Bereiche, so dass man ihm mit einem guten Allgemeinwissen folgen kann und durchaus noch die ein oder andere Sache lernen kann. Viele Kapitel konnten mich erstaunen, aber es gab auch einige, die mich eher weniger interessiert haben.
Hier ist für jeden etwas dabei.



4/5 Sterne