Freitag, 20. November 2015

[Rezension] Godspeed 03 - Beth Revis

Titel: Godspeed - Die Ankunft
Autor: Beth Revis
Originaltitel: Shades Of Earth
Seiten: 480
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: 01. August 2013
Buchreihe: ja





 


Inhalt 
Junior, Amy und einige andere Besatzungsmitglieder der Godspeed landen endlich auf der Zemtauri-Erde. Dass es nicht die Sol-Erde und schon gar kein Paradies ist, müssen sie leider schon am ersten Tag erfahren.
Nicht nur, dass die Aufgetauten Probleme machen, es sind auch die Monster, vor denen Orion gewarnt hat, an die jedoch keiner geglaubt hat.
Werden sie es dennoch schaffen, sich dort ein neues Zuhause aufzubauen?

Eigene Meinung
Ich habe endlich diese Reihe abgeschlossen und bin restlos begeistert! Beth Revis hat das geschafft, was viele Autoren von Trilogien nicht können. Sie hält das Niveau in allen Bänden und steigert es sogar zum Ende hin.

Sie hat die Welt, die sie erschaffen hat, unglaublich gut beschrieben und ausgearbeitet. Ich hatte das Gefühl, selber auf der Zentauri-Erde zu sein und ums Überleben zu kämpfen. Nicht nur das Leben auf der Godspeed war gut erdacht, auch die Zentauri-Erde hat sie ausgesprochen gut hinbekommen.

Wie oft habe ich beim Lesen gedacht, ich hätte 1 und 1 zusammen gezählt und wurde kurz darauf mit einem noch schlimmeren Szenario belohnt. Hier sind so unheimlich viele Wendungen und Überraschungen eingebaut, dass man am Ende gar nicht mehr weiß, wie das Buch überhaupt noch zu einem guten Schluss (für die Besatzung der Godspeed) kommen soll.

Auf den Inhalt möchte ich hier gar nicht so genau eingehen, da so viel passiert und ich Angst habe, etwas vorwegzunehmen.
Allerdings hat mir Junior am Anfang nicht so gut gefallen, da er ziemlich eifersüchtig ist und sich teilweise sehr kindisch und mir unverständlich benimmt. Amy hingegen erscheint hier sehr viel reifer, als in den beiden Vorgängern, was leider auch dazu führt, dass sie Junior meiner Meinung nach zu wenig Liebe entgegen bringt. Aber diese Punkte sind zu vernachlässigen.

Fazit 
Es ist ein Finale, wie es besser nicht hätte sein können! Selten bin ich mit Trilogien so zufrieden und daher kann ich die komplette Reihe nur wärmstens Empfehlen.



5/5 Sterne

Freitag, 13. November 2015

[Rezension] Die 100 - Kass Morgan

Titel: Die 100
Autor: Kass Morgan
Originaltitel: The 100
Seiten: 320
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2015
Buchreihe: ja





 


Inhalt 
Seit einem Atomkrieg vor 300 Jahren lebt die Menschheit auf einem Raumschiff. Nun sollen 100 verurteilte Jugendliche wieder auf die Erde geschickt werden, um herauszufinden, ob die Erde immer noch verstrahlt ist, oder ob man sie wieder besiedeln kann.
Doch kaum sind sie auf der Erde gelandet, beginnt ein Albtraum, der kein Ende zu nehmen scheint.


Eigene Meinung
Wie viele andere liebe ich Dystopien in jeglicher Form, so konnte ich auch an diesem Buch nicht vorbeigehen.
Die Geschichte startet sofort rasant und hält das Tempo sogar bis zum Ende durch.
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere, Clarke, Glass, Wells und Bellamy. Die Kapitel sind immer recht kurz und man springt jedes mal zwischen den Charakteren bzw. dem Ort wo sie sich befinden hin und her, doch ich hatte keinerlei Schwierigkeiten zu folgen.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, wobei mir Clarke etwas zu sprunghaft in ihren Entscheidungen war. Das konnte ich manchmal nicht nachvollziehen. Dafür haben mir Wells und Bellamy sehr gut gefallen, die beiden waren mir trotz einiger Zwischenfälle sofort sympathisch. Über Glass und Luke habe ich jedoch am liebsten gelesen, vor allem weil man nur duch die beiden wirklich was über das Raumschiff erfährt.

Die Geschichte spielt auf der Erde und auf dem Schiff, was mir besonders gut gefallen hat, da ich immer wieder gespannt bin, wie Autoren sich das Leben auf Schiffen, oder gar anderen Planeten vorstellen. Hier hätte man ruhig noch etwas auf das Leben und die Struktur eingehen können, das war mir ein bisschen zu wenig.
Außerdem werden fast immer nur die gleichen paar Leute auf der Erde erwähnt, dadurch hatte ich nicht das Gefühl, dass wirklich 100 Jugendliche dort gelandet sind.


Das einzige, das mir nicht so gefallen hat, waren die regelmäßigen Sprünge in die Vergangenheit. In fasst jedem Kapitel kommt so ein Sprung um das Verhalten der jeweiligen Person zu erklären. Mir waren das etwas zu viele. Geschehen aus der Vergangenheit kann man auch geschickter in die Geschichte einbauen. Ich hatte das Gefühl, dass auf Grund dieser Rückblenden nicht so viel auf der Erde geschehen konnte und hoffe, dass sich das nach diesem unglaublichen Cliffhanger in Band 2 ändern wird.
  
Fazit 
Den Auftakt der Trilogie kann ich Dystopie-Fans wirklich empfehlen. Vor allem hat es Kass Morgan geschafft einen innerhalb so kurzer Zeit zu fesseln und neugierig auf mehr zu machen.



4/5 Sterne

Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 12. November 2015

[Rezension] Finderlohn - Stephen King

Titel: Finderlohn
Autor: Stephen King
Originaltitel: Finders Keepers
Seiten: 544
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Buchreihe: ja





 



Inhalt 
Morris Bellamy ermordet aus Wut den Schriftsteller John Rothstein. Dabei erbeutet er Bargeld und ein Haufen nicht veröffentlichter Notitzbücher. Nachdem er seine Beute erst einmal in Sicherheit gebracht hat, wird er allerdings für ein völlig anderes Verbrechen verhaftet und wandert für lange Zeit hinter Gittern.
Jahre später findet Peter diesen "Schatz", der seiner Familie über eine schlimme Zeit hinweg hilft.

Als Bellamy entlassen wird und seine Beute nicht wieder findet, macht er gnadenlos jagt auf Peter.

Eigene Meinung
Stephen King hat manchmal die Eigenart, dass er erzählt und erzählt - an die 200 Seiten sind vergangen - und die eigentliche Geschichte ist immer noch nicht richtig ins rollen geraten. So war es leider auch hier. Stephen King schreibt und schreibt und schreibt, aber es passiert nicht wirklich viel.

Bei Joyland z. B. war das nicht so schlimm, da es trotzdem interessant war. Doch hier passiert nichts, es ist einfach eine langweilige und unnötige Vorgeschichte zu den Protagonisten. Ich sage nicht, dass ich Vorgeschichten generell unnötig finde, doch es gibt genug Autoren, die gezeigt haben, dass es auch anders geht. Z. B. kürzer und vor allem interessanter.

Irgendwann beim Lesen dämmerte es mir dann auch mal so langsam: Mr. Mercedes ist der Vorgänger des Buches. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. So muss ich sagen, dass mir auch ohne Band 1 gelesen zu haben, keine Informationen gefehlt haben. Hodge und Holly sind die Ermittler aus Mr. Mercedes, spielen hier für die Geschichte jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Holly hat mich mit ihrer Art nur genervt und Hodge machte auf mich einen frustrierten und müden Eindruck. Wenn das eigentlich der zweite Band einer Trilogie um Hodge sein soll, ist da wohl irgendwas schief gelaufen.

Sehr gefallen hat mir eine Figur, die leider nur sehr wenig vorkommt. Hodge besucht gelegentlich einen Mann namens Brady. Beim Weiterlesen erfährt man, dass das der Täter in Mr. Mercedes ist und in seinem näheren Umfeld wird gemunkelt, er hätte irgendwelche Kräfte. Schade, dass King hier nicht näher drauf eingegangen ist, diese Stellen waren wirklich klasse. Allerdings scheint es so (hoffentlich), dass Brady wohl im letzten Teil eine große Rolle spielen wird. Ich bin gespannt.
 
Fazit 
Finderlohn war wieder ein King Buch, das mich nicht begeistern konnte. Es beginnt zu langsam, der Leser wird mit einer schier endlosen Einleitung zu Tode gelangweilt. Die Protagonisten konnten mich nicht vollständig überzeugen und das Ende war mir zu schnell und lieblos.
Ich würde es nicht weiterempfehlen, sofern man nicht Mr. Mercedes gelesen hat und wissen möchte, wie die Trilogie weitergeht.




3/5 Sterne

Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Fremd - Ursula Prznanski und Arno Strobel

Titel: Fremd
Autor: Ursula Poznanski und Arno Strobel
Originaltitel: Fremd
Seiten: 400
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2015
Buchreihe: nein





 



Inhalt 
Ein fremder Mann dringt in Joannas Haus ein und behauptet ihr Verlobter zu sein. Doch wo sind dann alle seine persönlichen Sachen? Nichts deutet darauf hin, dass er die Wahrheit sagt, auch wenn er erschreckend viel über Joanna weiß.
Anders herum kommt Erik nach Hause und findet eine verwirrte Joanna vor. Dabei wollte er nur eins, nach dem anstrengenden Arbeitstag in ihren Armen liegen. Aber Joanna erkennt ihn nicht und zudem sind komischerweise alle seine Sachen spurlos verschwunden.
Was geht hier vor sich und wer von beiden ist jetzt der Verrückte?

Eigene Meinung
Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Erik und Joanna. Zwar haben hier zwei Autoren ihre Hände im Spiel, doch trotzdem waren mir die Stile nicht unterschiedlich genug. Ich hatte so meine Schwierigkeiten und musste nach Lesepausen nochmal nach der Kapitelüberschrift (jeweiliger Erzählername) schauen. Am Anfang waren es mir auch zu viele Wiederholungen. Klar wollten die beiden wohl eine Szene aus der Sicht beider Protagonisten schildern, doch ich fand das eher langweilig, als das ich ein Aha-Erlebnis gehabt hätte.

Die Nebencharaktere sind nicht gut ausgearbeitet. Über Ela, die eine etwas größere Rolle spielte, erfährt man auch nicht wirklich mehr, als dass sie angeblich eine gemeinsame Freundin der beiden ist. 
Ich fühlte mich trotz Ich-Perspektive weder Erik noch Joanna nah. Wenn überhaupt hat mir Erik mehr zugesagt, da Joanna auf mich einen eher unsympathisch Eindruck gemacht hat. Meiner Meinung nach hat sie sich zu sehr verschlossen, hat sofort beim Treffen einer Person angefangen, sich Verschwörungstheorien auszudenken. Mich hat's irgendwie nur genervt. 
Sehr negativ ist mir hier auch Eriks Ex-Freundin Nadine aufgefallen. Sie hat sich einfach total irrational verhalten, bleibt z.B. im Haus der beiden obwohl sie mehrfach rausgebeten wurde. Und das Schlimme: Die jeweiligen Beteiligten sind meistens noch auf sie eingegangen und wundern sich später, dass sie sich so komisch verhält und sie sie nicht loswerden.

Leider weiß ich nicht, woran es liegt, ob ich vielleicht schon öfter Geschichten in die Richtung gelesen habe, aber ich hatte sehr schnell einen Verdacht, was da wohl passiert ist. Beim Voranschreiten der Geschichte hat sich meine Vermutung nur bestätigt und es gab für mich keine unvorhergesehenen Wendungen mehr. Das Ende war mir ehrlich gesagt auch zu sehr an den Haaren herbei gezogen.


Fazit 
Schade, ich habe von den beiden Autoren eine raffiniertere Geschichte erwartet. Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich noch gut gemeinte drei Sterne.



3/5 Sterne

[Buch-Info] Die Luft da oben - Pauline Keller

Halloooo zusammen :)
heute war die Post da und brachte mir ein Päckchen mit folgendem Inhalt:




Ich habe mir riiiiiesig gefreut, vielen Dank :)

Hintergrund: Die Großmutter von Pauline Keller hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht das Buch ihrer Enkelin rezensieren möchte. Bei dem netten Email-Wechsel der folgte, konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Hiermit möchte ich zusätzlich noch auf das Buch aufmerksam machen, um Pauline den Start in die Autorenwelt vielleicht ein bisschen leichter zu machen :)


Und hier noch ein paar Infos:
Titel: Die Luft da oben
Autor: Pauline Keller
Erscheinungsdatum: 22. April 2015
Seiten: 244
Format: Taschenbuch und eBook







Klappentext:
War es früher anders? Gab es eine Zeit, in der Lena dazugehörte? Eine Zeit, in der sie normal war, nicht auffiel? Eine Zeit, in der sie "hineinpasste"? Lenas Geschichte packt: mit Eltern, die drücken, drängen und mit "den anderen" vergleichen. Packt mit Verena, der besten Freundin - ... die keine Freundin ist, mit dem Schwager Manfred, einem Mister Oberwichtig, Pascha und spackig bis dorthinaus. Mit Christian, Lenas Freund, der für sie da ist, was auch passiert. Doch vor allem packt Lenas Größe, 1 Meter und 82 Zentimeter, die sich zwischen sie und andere Menschen zwängen. 1 Meter und 82 Zentimeter, die sie immer wieder aufs Neue verletzen. Aufrichtig und mit schwarzem Humor erzählt "Die Luft da oben" von einer Außenseiterin. Es gelingt der Autorin, einen unsichtbaren Gegner sichtbar werden zu lassen - den mächtigsten Gegner, den ein junger Mensch haben kann: sich selbst.
Quelle: Amazon

Kaufen könnt ihr es z. B. hier.