Mittwoch, 1. Juli 2020

[Lesestatistik] Juni 2020


Neuzugänge:
1. Brennen muss Salem - Stephen King
2. Still Alive - Claire Douglas
3. Zuckerfrei von Anfang an - Marianne Falck
4. Der Fahrer - Andreas Winkelmann

         


Gelesen:

Insgesamt:
Erhalten: 4
Gelesen: 5
Seiten: 2192 (73 Seiten pro Tag)

Top:
"Das dunkle Herz des Waldes" ist wieder mal ein toller Einzelband, der zum träumen einlädt.

Selection 3

Flop:
"Still Alive" hat leider nach der ersten Hälfte kräftig nachgelassen.

Selection 3

[Rezension] Das dunkle Herz des Waldes - Naomi Novik


Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autor: Naomi Novik
Seiten: 576
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 21. November 2016
Buchreihe: nein










Inhalt 
Am Rande der Dörfer im Tal liegt der böse dunkle Wald, der nur von der Magie des Drachen aufgehalten werden kann. Alle zehn Jahre holt sich der Drache ein Mädchen aus den umliegenden Dörfern. Alle wissen, dass er sich dieses Jahr Kasia holen wird. Doch zur Überraschung aller nimmt er ihre Freundin Agnieszka mit.

Eigene Meinung

Naomi Novik entführt einen sofort in eine fantastische Welt voller Hexen, Zauberer und Fabelwesen. "Das dunkle Herz des Waldes" ist eine Mischung aus Märchen, Fantasy und Sagen der Baba Jaga.
Es hat mir von Anfang bis Ende unglaublich gut gefallen, den einen Stern ziehe ich ab, weil mir für die volle Punktzahl noch ein bisschen was gefehlt hat. Das kann allerdings auch an mir liegen, da ich das Buch öfters unterbrechen musste, weil ich nicht so viel Zeit zum Lesen hatte.

Agnieszka ist eine tolle Protagonistin. Sie wächst im Laufe des Buches über sich hinaus und selbst den griesgrämige Drachen schließt man ins Herz.
Der Spannungsbogen flacht nie ab und bereitet mehrere Stunden Lesevergnügen.
Am Ende ging es mir aber doch ein bisschen zu schnell. Das Finale hätte gut und gerne noch 100 Seiten länger dauern können. Vor allem der "Epilog", nicht als solcher betitelt, in dem die zukünftigen Ereignisse in kurzen Abschnitten zusammen gefasst wurden. Ich wäre gerne noch ein bisschen länger in Angieszkas Welt geblieben.

Fazit
Volle Leseempfehlung für diese tolle Fantasy-Geschichte. So viel Magie in nur einem Band.

4/5 Sterne

Dienstag, 30. Juni 2020

[Rezension] Brennen muss Salem - Stephen King


Titel: Brennen muss Salem
Autor: Stephen King
Seiten: 656

Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 13. April 2020
Buchreihe: nein









Inhalt
Ben Mears kehrt für Buchrecherchen in seine Heimatstadt Salems Lot zurück und hofft, die Geister seiner Vergangenheit abschütteln zu können. Doch gleichzeitig sucht das Böse die Stadt heim und einzig Ben vermag es aufzuhalten.

Eigene Meinung
Man merkt, dass es eines seiner ersten Werke ist. Zwar trägt es Kings Handschrift, aber man merkt auch, dass er sich in den darauffolgenden Jahren und Werken erheblich weiterentwickelt hat.

Zwar ist es eine tolle Vampirgeschichte, mit allem was man sich wünschen kann und obendrein stellenweise gruselig, doch mir fehlte das gewisse Etwas. Mich konnte die Gruselgeschichte um Salems Lot nicht so recht packen und ich habe es öfter weglegen müssen.

Fazit
Ich glaube, ich bleibe in Zukunft lieber bei Kings neueren Werken. Aber für Hardcore-Fans sicher ein Muss.

3/5 Sterne

Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Still Alive - Claire Douglas


Titel: Still Alive - Sie weiß, wo sie dich findet
Autor: Claire Douglas
Seiten: 464
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 08. Juli 2019
Buchreihe: nein










Inhalt 
Libby und ihr Mann James gelangen durch einen Haustausch zu einem unverhofften Urlaub. Doch dort angekommen häufen sich komische Vorkommnisse und Libby glaubt, dass ihre längst vergraben geglaubte Vergangenheit sie eingeholt hat.

Eigene Meinung

Ich-Erzählungen finde ich immer schwierig. Hier ging es gerade noch, wobei mich Libby oft mit ihren übertriebenen Ängsten genervt hat. Ansonsten hat der Schreibstil nicht besonders hervorgestochen, war aber gut zu lesen.

Die erste Hälfte war echt spannend, man fragt sich, was hinter den merkwürdigen Vorkommnissen steckt und was in Libbys Vergangenheit passiert sein mag. Das alles löste sich in der zweiten Hälfte schnell in Augenrollen auf.
Die Vergangenheit, die dort ans Licht kommt, war mir zu klischeehaft. Das hätte in jedem anderen 0815-Thriller genau so stehen können. Nichts neues und vor allem nicht bahnbrechend überraschend.

Das hat mich ein bisschen enttäuscht, aber ich habe gehofft, dass es wenigstens die Auflösung rausreißen würde. Aber auch da: Falsch gedacht. Wenn man über die erste Enthüllung hinweg sieht, die sich doch zu Überraschung aller schnell in Wohlgefallen auflöst, ohne groß Drama oder Diskussion, kam dann die Zweite.
Diese sollte scheinbar den Spannungsbogen noch einmal spannen, aber da ich sowieso schon einen Verdacht diesbezüglich hatte, hat es mich nicht überraschen können. Zudem hat es aber auch nicht ins Bild gepasst. Und auch hier gab es wieder eine kurze Aussprache und der Schuldige zieht sang und klanglos von dannen. Sehr unglaubwürdig.

Damit hätte ich noch leben können und es dann als mittelprächtigen Thriller abgestempelt. Doch beim Lesen des Epilogs sind mir schier die Augen aus dem Kopf gefallen. Was für ein bescheuerter Abschluss! Total an den Haaren herbeigezogen und vor allem frage ich mich, was Claire Douglas damit erreichen wollte. Noch einmal Spannung schüren, oder einfach aufzeigen, dass manche Sachen doch wieder auf einen zurückfallen? Ich fand das Ende mehr als lächerlich, weshalb ich auch zwei statt drei Sterne vergebe.

Außerdem ist es am Ende weitaus weniger dramatisch, als im Klappentext dargestellt, zumal dieser vieles schon vorweg nimmt und man so schnell eins und eins zusammenzählen kann.
 
Fazit

Die erste Hälfte lohnt sich, leider ist die Auflösung sehr lieblos und schnell abgehandelt und der Epilog zieht das ganze Buch nochmal runter.

2/5 Sterne

Danke an den Penguin Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 3. Juni 2020

[Rezension] Die Spionin - Paulo Coelho

Titel: Die Spionin
Autor: Paulo Coelho
Seiten: 192
Verlag: Diogenes
Erscheinungsdatum: 26. Juli 2017
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Erzählt wird die Geschichte von Mata Hari, die zu einer frei entscheidenden Frau und als Spionin hingerichtet wurde.


Eigene Meinung

Angefangen wird mit ihrer Hinrichtung, gefolgt von einem Brief, den sie im Gefägnis geschrieben hat und in dem sie ihr Leben schildert.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Leben von Mata Hari so packt. Zwar ist einiges dazugedichtet worden, um es besser erzählen zu können, doch die Quint Essenz ist gleich geblieben.

Ich fand es echt schlimm zu lesen, wie sich Frauen damals unterordnen mussten und gleichzeitig total mutig von Mata Hari, mit den Gepflogenheiten zu brechen.
Das brachte ihr leider am Ende den Tod, ob unschuldig, oder nicht.

Fazit
Auch für jene, die sich nicht mit der Geschichte von Mata Hari auskennen, sehr lesenswert.


4/5 Sterne