Freitag, 1. April 2016

[Rezension] Wer war Alice - T. R. Richmond

Titel: Wer war Alice
Autor: T. R. Richmond
Originaltitel: What she left
Seiten: 448
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 29. Februar 2016
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Mit dem mysteriösem Tod der Studentin Alice kann Professor Cooke einfach nicht abschließen. Nach und nach trägt er alle möglichen Informationen, SMS, Briefe etc. die er finden kann, sei es im Internet oder von Bekannten.
Und je weiter man liest, je mehr er zusammenträgt, desto mehr entschlüsselt sich das Rätsel um Alice' Tod.


Eigene Meinung

Die Erzählung der Geschichte in Form von Briefen, Blogeinträgen etc. ist nicht neu und auch schwer umzusetzen. Richmond hat da meiner Meinung nach kein gutes Händchen für. Oft sagen seitenlange Briefe überhaupt nichts aus und scheinen nur das Buch füllen zu wollen. Aber auch die scheinbare Willkür mit der die Bruchstücke aneinander gereit wurden, ist echt anstrengend gewesen. Manchmal springt man ohne ersichtlichen Grund um Jahre vor oder zurück und muss sich dann erstmal wieder zurecht finden, was zu der Zeit denn schon alles geschehen, bzw noch nicht geschehen ist.

Auch hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere (bis auf Professor Cooke) zu kurz kommen. Keine der Personen war so gut ausgearbeitet, dass mich ihr Schicksal interessiert hätte. Über den Professor erfährt man zwar ziemlich viel, doch ihn habe ich zu Anfang direkt als Lustmolch abgestempelt und wurde somit auch nicht mehr mit ihm warm. Seine Briefe an einen Freund waren mir auch fast immer zu lang und uninteressant.

Bei Alice bin ich auch etwas auf Distanz geblieben, wahrscheinlich, weil sie schon tot war. Ihre Depressionen haben mich jedoch wirklich traurig gestimmt und ihr Verhalten ihrer Mutter gegenüber tat mir leid. Die ganze Zeit habe ich mir Rettung für Alice gewünscht. Sie war noch so voller Leben und musste viel zu früh gehen.
Mir hat dieses Stück für Stück entschlüsseln des Rätsels unglaublich gut gefallen, trotz der oben genannten Kritikpunkte. Von Anfang an denkt man eigentlich an Selbstmord, wird immer wieder auf andere Fährten geführt und fragt sich die ganze Zeit, was denn nun wirklich passiert ist.

Die Lösung war mir etwas zu sehr an den Haaren herbei gezogen, dennoch war es unglaublich spannend!
 
Fazit
Ein Buch, welches man auf Grund des Aufbaus nicht einfach runterlesen kann. Ein ungewöhnlicher Krimi zum Miträtseln :)



4/5 Sterne


Danke an Goldmann und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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