Titel: Kurz bevor das Glück beginnt
Autor: Agnès Ledig
Originaltitel: >Juste avant le bonheur<
Seiten: 416
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2015
Buchreihe: nein
Inhalt
Julie ist allein erziehende Mutter und hat es nicht einfach im Leben. Nur schwer kommt sie mit dem verdienten Geld mit ihrem 3-jährigen Sohn Lulu über die Runden und noch dazu wird sie von ihren Kollegen und dem Chef schikaniert.
Ihr Leben macht jedoch eine ungeahnte Wendung, als Paul sie an der Supermarktkasse anspricht und kurz darauf zu einem gemeinsamen Urlaub mit seinem und ihrem Sohn einläd.
Eigene Meinung
Normalerweise sage ich ja nie etwas über das Cover, doch dieses hier muss wirklich mal hervorgehoben werden! Die Pastelltöne gefallen mir wirklich gut und zudem ist es auch noch richtig passend zur Geschichte. Mehr als einmal habe ich das Buch zugeklappt, um mir das schöne Cover anzuschauen.
So jetzt aber genug der Schwärmerei... es wird ernst...
Zuerst zur Geschichte selber:
So schlecht war die nämlich gar nicht! Gegliedert ist sie in drei Teile. Im ersten Teil fahren Julie und Lulu mit Paul und Jérôme in den Urlaub, welchen sie in Pauls Strandhaus verbringen. Dort wachsen sie, nach anfänglichen Schwierigkeiten, schnell zu einer richtigen kleinen Familie zusammen. Im zweiten Teil ereilt diese Familie jedoch ein schlimmes Unglück, auf das ich nicht näher eingehen will. Es ist nur gut, dass sie jetzt eine richtige kleine Familie geworden sind und so als gegenseitige Stütze agieren können.
Und im dritten Teil schließlich lernen alle das Leben neu kennen und merken, dass auch die ganz, ganz kleinen Dinge im Leben unglaublich glücklich machen können und Trauer und Glück manchmal nicht weit auseinander liegen.
So weit so gut, wie gesagt, die Geschichte an sich hat mir wirklich zugesagt, wenn der Schreibstil jetzt auch noch gestimmt hätte, wäre das Buch sicher ein Knaller gewesen.
Unter dem Autorenfoto steht, die Autorin wäre entdeckt worden, weil sie eine besondere Begabung hätte. Hat sie bestimmt, aber meines Erachtens nicht für's Schreiben.
Der Schreibstil ist in etwa so, wie wenn ich versuchen würde, eine Geschichte zu schreiben... ich kann nicht schreiben. Ich habe keine Begabung dafür und mir macht es auch Gott sei Dank, keinen Spaß, sonst würde ich demnächst vielleicht auch solche Bücher veröffentlichen.
Fast auf jeder Seite schreibt sie "..."... immer diese drei kleinen Pünktchen. Sei es um etwas anzudeuten, was sich der Leser aber auch sehr gut ohne die Punkte denken kann, oder weil sie das Schweigen einer Person darstellen will. Selten sind mir die drei Pünktchen so häufig und gleichzeitig so negativ/nervig aufgefallen.
Außerdem scheint sie Angst zu haben, dass der Leser ihr in bestimmten Situationen nicht folgen kann, und erklärt immer sofort wer jetzt was warum gemacht hat. Total unnötig, manchmal ist es wirklich besser, den Leser selber denken zu lassen.
Auch ihre Formulierungen wirken oft wie aus einem "Lehrbuch" für Autoren. Krampfhaft werden bestimmte Mittel in den Text eingebaut, wodurch es wie gewollt und nicht gekonnt rüber kam.
Fazit
Die Geschichte hatte durchaus Potential, leider hat es in meinen Augen am Schreibstil der Autorin gehapert. Da mir ihr Schreibstil absolut nicht zugesagt hat, wird das mein erstes und auch letztes Buch von Agnès Ledig gewesen sein.
2/5 Sterne
Danke an dtv und vorablesen für das Rezensionsexemplar!
Titel: Selection - Der Erwählte
Autor: Kiera Cass
Originaltitel: The One
Seiten: 384
Verlag: Fischer Sauerländer
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2015
Buchreihe: ja
Inhalt
Die letzten vier Kandidatinnen buhlen um die Gunst von Prinz Maxon, der
sich scheinbar schon entschieden hat. Doch ist es wirklich so klar, wen
er am Ende wählen wird?
Zusätzlich spielen die Nord- und Südrebellen eine große Rolle, wobei aber nicht alle feindlich gesinnt sind.
Wie geht es weiter beim großen Casting und vor allem, wie steht es um die Zukunft von Illeá?
Eigene Meinung
Aaaaaah *kreiiisch* *wein* *schmacht* es ist schon zu Ende und es war sooososososososoooo toll!!
Eigentlich
bin ich ja kein Fan von
„Friede-Freude-Eierkuchen-alles-ist-perfekt“-Enden, aber hier – ooooh
mein Gooooott – das passt sooo gut!!
Oh man, ich höre mich an wie ein kleines Mädchen :D
Trotzdem
ist nicht alles perfekt. Zwar entwickelt sich America stark weiter und
wird immer mehr zu der Freiheitskämpferin, die ich in den ersten beiden
Bänden teilweise vermisst habe. An manchen Stellen kommen von ihr jedoch
kaum Emotionen, obwohl es gerade an diesen angebracht gewesen wäre.
Maxon
schwebte mir auch zu sehr zwischen unendlicher Wut auf America und
unsterblicher Liebe zu ihr. Wenn irgendeine Kleinigkeit passiert ist,
hat er sich schnell wieder umentschieden, was seine Gefühle ihr
gegenüber angeht.
Aspen hat mir in diesem Band noch weniger zugesagt
als sonst. Vor allem sein Verhalten in Bezug auf America hat mir richtig
Bauchschmerzen bereitet. Er denkt nur an sich und will seine Ziele
voran bringen. Dazu benutzt er America regelrecht und begegnet ihr mit
völligem Unverständnis, wenn sie seine Wünsche nicht erfüllen kann. Was
für ein egoistischer und unsympathischer Mensch!
Obwohl ich das
Buch richtig mädchen-/märchen-/prinzessinenhaft fand und mich – vor
allem gegen Ende – wie ein kleines „liebeskrankes“ Mädchen aufgeführt
habe, weil das Buch einfach so wundervoll zum Träumen ist, ging es mir
an manchen Stellen doch zu reibungslos.
Die Szene im Thronsaal hat
mich richtig geschockt, das hätte ich nie im Leben erwartet und
gleichzeitig hat sie mich richtig begeistert, weil dann endlich mal mehr
Action entstanden ist. Die Rebellen wurden mir zu schnell abgehandelt,
wobei ich auch zugeben muss, dass sie dieses Mal endlich eine wichtigere
Rolle gespielt haben, als in den anderen Bänden.
Die
Dreiecksgeschichte gefiel mir auf der einen Seite zwar unglaublich gut
(wie man unschwer merken kann), auf der anderen Seite war die Lösung des
ganzen aber zu einfach und unkompliziert (aufgeteilt auf die beiden
Männer gefiel mir die eine Lösung echt gut, aber die andere war einfach
zu schnell gelöst). Schade, da hätte ich mir echt etwas Originelleres
gewünscht.
Fazit
Wie dem auch sei, Band 3 hat mich wirklich umgehauen und setzt sich
deutlich von seinen Vorgängern ab! Dennoch gefällt mir die Tatsache
nicht, dass es noch einen vierten (und wer weiß noch wie viele weitere)
Band geben soll. Irgendwie scheint das in letzter Zeit Mode bei den
Autoren, aus einer ehemaligen Trilogie, eine Reihe zu machen.
4/5 Sterne
Titel: Mehr als das
Autor: Patrick Ness
Originaltitel: More than this
Seiten: 512
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 24. März 2014
Buchreihe: nein
Inhalt
Als Seth im Meer ertrinkt, ist er nicht tot, sondern wacht er an einem
verlassenen Ort wieder auf. Dort ist er auf sich allein gestellt,
versucht Antworten zu finden und irgendwie zu überleben. Doch wo sind
die ganzen Menschen hin? Warum ist Seth scheinbar ganz alleine an diesem
Ort, obwohl er eigentlich tot sein sollte?
Eigene Meinung
Der Roman von Patrick Ness ist echt faszinierend. Sein Schreibstil hat
mir von Anfang an zugesagt, da er es versteht mit kurzen Sätzen eine
unglaubliche Atmosphäre zu schaffen. Seth kennt zu anfangs seinen Namen
nicht und so weiß der Leser genau so viel über Seth, wie Seth über sich
selber. Erst nach und nach kommen Erinnerungsfetzen und man beginnt das
Puzzle langsam zusammen zu setzten.
Im ersten Teil ist er noch
scheinbar allein auf der Welt, doch das ist keineswegs unspannend, da es
in fast jedem zweiten Kapitel Rückblicke in Seths Vergangenheit gibt.
Aber als dann zwei bzw. drei weitere Figuren dazu kommen, hat es der
Geschichte neuen Schwung gebracht. Sie haben endlich versucht etwas zu
unternehmen und zusammen mit Seths Erinnerungsfetzen setzten sie nach
und nach alles zusammen.
Als ich das Buch in den Händen hielt,
habe ich eher eine philosophische Geschichte erwartet, doch was ich
bekam war ein Sci-Fi-Endzeit-Roman mit philosophischen Elementen.
Gut
fand ich, dass Ness das Leben in virtuellen Welten thematisiert hat, da
es ein sehr aktuelles und teilweise brisantes Thema ist.
Fazit
Man bekommt hier einen Sci-Fiction-Roman gespickt mit philosophischen
Inhalten, der einen in eine ganz andere Welt entführt und den man nicht
mehr aus der Hand legen kann. Hinter jeder Seite wartet eine neue
Überraschung.
Allerdings ist das Buch nichts für mal eben
zwischendurch, da man sich viele Gedanken macht und es recht schwierig
ist, da durchzublicken.
4/5 Sterne
Hallo zusammen :)
Eigentlich hatte sich bei mir in den nächsten Tagen nichts neues mehr angekündigt, doch gestern hatte ich überraschenderweise dann doch ein Paket in der Packstation.
Ich also voller Erwartung hin und siehe da, ein Päckchen von vorablesen.de. Komisch, denn ich habe in letzter Zeit keine Email mit einer Gewinnbenachrichtigung bekommen und auch keinen passenden Leseeindruck verfasst.
Auch nachdem ich jetzt noch einmal meine Emails gecheckt habe, kann ich keinen Hinweis darauf finden, warum ich plötzlich ein Buch zugeschickt bekommen habe :D Dann habe ich den zerdrückten Zettel im Päckchen gefunden: Ich habe ein Überraschungsbuch beim "Buchzitate-Gewinnspiel" gewonnen. Wahnsinn, das hatte ich total vergessen!
Hier das Gewinnerzitat:
"Kein stockender Atem, kein zitterndes Kinn, keine glänzenden Augen, nein, eine völlig unbewegte Miene - aber eine Träne, die frische Luft schnappen will."
(Kurz bevor das Glück beginnt - Agnès Ledig)
Ich freue mich wie irre :)
Titel: Wir beide, irgendwann
Autor: Jay Asher
Originaltitel: The Archived
Seiten: 400
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 27. August 2012
Buchreihe: nein
Inhalt
Emma bekommt von ihrem Vater einen Computer geschenkt und von ihrem
ehemals besten Freund Josh, die benötigte CD-Rom um den Computer
internetfähig zu machen. Kaum wählt sie sich schließlich ins Internet
ein, öffnet sich die Facebook-Seite. Einziger Haken: Es ist 1996 und
Facebook existiert noch gar nicht.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten
findet sie auch ihre und Josh’s Seite. Zu ihrer Überraschung ist sie 15
Jahre später totunglücklich. Josh hingegen führt ein Leben wie im
Bilderbuch.
Zeit, etwas zu ändern.
Eigene Meinung
Kaum angefangen, hatte ich das Buch auch schon nach knapp zwei Tagen
durch. Das lag allerdings nicht unbedingt an der tollen Geschichte,
sondern vielmehr an dem leichten Schreibstil.
Erzählt wird aus zwei
Perspektiven abwechselnd, was zum einen gut ist, da man so Einblick in
die Gefühle von Emma und Josh bekommt, zum anderen hat mir die
Ausarbeitung aber nicht gefallen. So musste ich immer schauen, in
welchem Kapitel ich jetzt lese, da ich keine Veränderung des
Schreibstils beim Wechsel von Josh zu Emma, oder umgekehrt, feststellen
konnte.
Außerdem gefiel mir Emma einfach nicht. Sie wirkte
teilweise extrem egoistisch und scheint anderen Leuten kein Glück zu
gönnen. Ständig bastelt sie in der Gegenwart an ihrem zukünftigen Leben
herum und immer hat sie am Ergebnis etwas auszusetzen. Und wehe Josh
führt ein glückliches Leben.
Von Josh’s Liebe zu Emma hat man leider auch nur sehr wenig mitbekommen.
Fazit
Ich habe mir insgesamt mehr Liebe im Buch gewünscht und gehofft, dass
die Sache mit der Facebookseite in der Zukunft schöner umgesetzt wird.
Trotzdem ließ sich hiermit gut die Zeit vertreiben.
3/5 Sterne