Donnerstag, 3. März 2016

[Rezension] Mein Herz wird dich finden - Jessi Kirby

Titel: Mein Herz wird dich finden
Autor: Jessi Kirby
Originaltitel: Things We Know by Heart
Seiten: 368
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2016
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Mias Freund Jacob stirbt bei einem Unfall. Daraufhin werden seine Organe gespendet und Mia möchte mit den Empfängern Kontakt aufnehmen. Nun 400 Tage später haben sich alle, bis auf einer, gemeldet. Doch der, der fehlt, liegt ihr besonders am Herzen. Denn er hat Jacobs Herz erhalten. Und so macht Mia etwas, dass schwere Folgen haben wird.

Eigene Meinung

Der Klappentext lässt eine doch eher klischeehafte Geschichte vermuten, Gott sei dank ist das jedoch nicht der Fall. Die Protagonistin Mia ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ohne große Vorgeschichte erfahren wir, wie es dazu kam, dass sie plötzlich mit dem Thema Organspende zu tun hatte. Vereinzelt wurden in kursiver Schrift Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit mit Jacob eingestreut. Und obwohl es noch ziemlich am Anfang der Geschichte war, stimmten mich diese schon unglaublich traurig.
Jessi Kirby hat Mia richtig authentisch hinbekommen. Mit jedem Kapitel spürt man ihre Trauer und gleichzeitig die Hoffnung, dass es irgendwann einmal besser werden wird.
Auch, wenn ich mit einigen Aktionen seitens Mia nicht einverstanden war (ohne diese hätte es diese Geschichte jedoch nicht gegegeben...), fand ich es toll, dass sie später ihre Fehler auch wirklich einsieht. Obwohl sie teilweise echt egoistisch gehandelt hat.

Noah hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, wobei ich mir an manchen Stellen Kapitel aus seiner Sicht gewünscht hätte. So wären einige Dinge klarer geworden und auch schöner für den Leser.

Nicht gefallen hat mir der Aufbau des Buches. Dadurch, dass für jede Kapitelzahl eine einzelne Seite verwendet wurde, davor bzw. dahinter auch oft leere Seiten gelassen wurden und die Kapitel zu dem sehr kurz gehalten sind, wurde das Buch ziemlich gestreckt. Auch waren mir die Kapitel teilweise zu kurz, die manchmal scheinbar willkürlich gewählten Enden haben mich ziemlich im Lesefluss gestört.
Eine Sache habe ich auch nicht verstanden. Warum hat man die Originalnamen geändert? Da Noah im Original Colton heißt, kam es bei der Übersetzungen zu einigen missverständlichen Textstellen. Diese hätte man eigentlich ebenfalls umändern müssen. Aber da kann Jessi Kriby wahrscheinlich nichts für, bzw. fließt es für mich auch nicht in die Bewertung ein.

Das Ende war mir ein bisschen zu schnell und unspektakulär. Es passieren einige Dinge, die ich für unnötig empfunden habe. Dafür fehlt wiederum eine richtige Aussprache/Erklärung für das Verhalten einiger Personen.

Fazit
Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich dem Buch 4 Sterne. Mir hat es einfach Freude bereitet, Mia auf ihrem Weg zum Leben zu begleiten. Auch das Thema hat mir sehr gefallen und ich bin froh, dass es nicht in eine Art übernatürliche Liebesgeschichte umgeschlagen ist (Jacobs Herz erinnert sich an Mia und Noah wird zu einem "wiedergeborenen" Jacob oder ähnliches).



4/5 Sterne


Danke an den Fischer Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hallo Caro,
    ich habe das Buch heute ausgelesen. Viele deiner erwähnten Punkte sind mir auch aufgefallen. Komischerweise hatte ich dennoch eine schöne Lesezeit.
    Und nun bin ich auf deine Rezi zu "Die Magie der Namen" gespannt.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich dir. ;-)
    Hibi
    (die sich jetzt auch bei den Followern sieht. Keine Ahnung was das falsch gelaufen ist.)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,

      ja genau, ich hab eigenlich auch total viele Kritikpunkte (die ich teilweise wegen Spoilergefahr nicht geschrieben habe) und trotzdem hat es mir richtig gut gefallen :)

      Ich mach mich direkt mal dran die Rezi fertig zu schreiben ;)

      Schönen Restsonntag :)

      Löschen