Freitag, 4. Dezember 2015

[Rezension] Die Berufene - M. R. Carey

Titel: Die Berufene
Autor: M. R. Carey
Originaltitel: The Girl With All The Gifts
Seiten: 512
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2014
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Der Großteil der Menschheit ist von einem schrecklichen Parasiten infiziert, der sie zu Hungernden macht. Diese greifen wiederum andere Menschen an und fressen diese.

Melanie wird mit einigen anderen Kindern auf einer Militärbasis gefangen gehalten und ebenfalls infiziert, sie zeigen jedoch ganz andere Verhaltensmuster. Sie sind die Hoffnung der Menschheit, die Hoffnung auf Heilung.
 Können die Wissenschaftler mit ihrer Hilfe die Menschheit retten, oder ist es längst zu spät?

Eigene Meinung

Das Buch wird aus der Sicht von Melanie und Miss Justineau erzählt, wobei Melanie am Anfang mehr erzählt, was sich nach einiger Zeit umkehrt. Dadurch bekommt man auch einen tollen Einblick in die Gedanken, das Handeln von Hungernden, bzw. "mutierten" Hungernden und natürlich denen, die auf der anderen Seite stehen.

Alles ist gut durchdacht und sogar sehr detailliert erklärt. So lernt man sogar etwas über die Hirnfunktionen und was mit ihnen nach der Infektion passiert. Ein tolles Endzeitszenario, bei dem mich das Ende sehr überrascht hat. Ich hätte mir persönlich ein etwas anderes Ende gewünscht, doch kann verstehen, warum M. R. Carey sich für dieses hier entschieden hat. Ganz davon abgesehen muss ich sagen, passt es auch sehr gut zur Geschichte und zeigt noch einmal, welche enorme Entwicklung Melanie im Laufe des Buches durchgemacht hat.

Trotzdem hatte das Buch einige Längern. Erst am Anfang, wo man die Zeit auf dem Stützpunkt gut etwas hätte abkürzen können und dann noch wenn sie sich durch die Städte schlagen. Dafür, dass das Ende so gewaltig und überraschend war, war das Geschehen vorher ein bisschen zu schleppend.
  
Fazit
Es hat Spaß gemacht, die Berufene zu lesen. Leider muss ich sagen, dass es kein Buch ist, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Schön war es trotzdem und gerne hätte ich noch mehr von Melanie gelesen.



4/5 Sterne

Dienstag, 1. Dezember 2015

[Rezension] Während du stirbst - Tammy Cohen

Titel: Während du stirbst
Autor: Tammy Cohen
Originaltitel: Dying for Christmas
Seiten: 416
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Jessica Gold wird an Weihnachten von einem grausamen Psychopathen entführt und 12 Tage lang gefangen gehalten. Jeden Tag hat er ein Geschenk für sie, eins grausamer als das andere. Nach und nach enthüllt er ihr so seine abstoßende Geschichte. Doch auch Jessica hat ein Geheimnis, das besser nicht enthüllt werden sollte.

Eigene Meinung

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste spielt vor und während der Entführung und der zweite nachdem Jessica wieder frei gekommen ist. In einem Brief oder einer Aufzeichnung schildert sie all die Grausamkeiten, die ihr während der Gefangenschaft angetan wurden. Meine Nerven waren in diesem Teil zum zerreißen gespannt, immer hatte ich Angst, dass plötzlich der große Schock kommt und etwas noch schrecklicheres als vorher passiert. Dominic ist wirklich gut dargestellt, vor allem die Abwechslung von krankem Psychopathen und mitfühlendem Liebhaber ist Cohen super gelungen.

Wer denkt, nachdem Jessica befreit wurde, würde sich alles klären, der irrt. Hier fängt die Geschichte erst richtig an. Der Leser wird von einer Wendung zur nächsten gejagt und man blickt kaum noch durch. Stückchen für Stückchen setzt man die grauenhafte Wahrheit zusammen und kommt zu einem Schluss, der zum Ende hin immer übertriebener und konstruierter wurde. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Geschichte nur halb so verstrickt gewesen wäre.

Zwischendurch kommen immer wieder Passagen, die von der Polizistin Kim handeln. Sie ermittelt in dem Fall und ist ein sehr trauriges Beispiel dafür, dass man sich manchmal zwischen Karriere und Familie entscheiden muss. Ihre Abschnitte sind sehr bedrückend und haben mich richtig traurig gestimmt. Und besonders bei ihrer letzten Entscheidung hätte ich nicht mit ihr tauschen wollen.

Im Klappentext und zu Beginn des Buches wird die Knopfphobie von Jessica erwähnt. Im Laufe des Buches spielt sie jedoch absolut keine Rolle. Das hätte man meiner Meinung nach weglassen sollen, da es ein bisschen lächerlich wirkt. Wenn jemand schon vor so harmlosen Dingen Angst hat und es sogar erwähnt wird, sollte die Geschichte auch irgendetwas damit zu tun haben.
  
Fazit
"Während du stirbst" ist wieder einmal ein sehr gut gelungener Psychothriller, ein Thriller der das Wort "Psycho" davor wirklich verdient. Mehr als einmal nahm die Geschichte eine überraschende Wenung und erst sehr viel später wird dem Leser klar, welches Geheimnis Jessica hat und welche Rolle es in der Geschichte spielt.



4/5 Sterne

Danke an Blanvalet und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

[DIY] Adventskalender

Hallo zusammen :)
"Pünktlich" zum Dezemberanfang habe ich beim Stöbern diesen tollen Beitrag gefunden. Dort werden verschiedene DIY-Adventskalender vorgestellt, wie z.B. diese 3 hier:




Die Seite "Das Magazin der Kartenmacherei "dreht sich zwar hauptsächlich um das Thema Hochzeit, doch hin und wieder kommen auch kreative DIY-Beiträge zu anderen Themen.

Falls ihr aber schon Hochzeitspläne habt, findet ihr hier sicher tolle Anregungen zu den verschiedensten Bereichen. Vom praktischen Planungshelfer über Notfallplänen bis hin zu schönen Ideen für Gastgeschenke ist alles dabei.
Stöbern lohnt sich also auf alle Fälle!

Aber nun zurück zum Adventskalender. Anlässlich des DIY-Artikels möchte ich euch gerne meinen selbst gebastelten Adventskalender vorstellen.

Hierfür habe ich nach schönen Baumwollstoffen geschaut und von jedem großzügig einen Meter bestellt. Von den 5 verschiedenen Stoffen ist auch noch reichlich übrig geblieben, da ich mehr kleine Säcke, als große genäht habe.
Das Zeitaufwendigste war zu überlegen, welche Maße die Säckchen haben sollen, so wie das Zurechtschneiden. Das Nähen selber ging ruck zuck. Meiner Meinung nach sollte man sich auch wirklich die Mühe machen, den Stoff zu schneiden und nicht zu reißen, da er sich beim reißen teilweise etwas verschiebt. Das sieht man hinterher zwar nicht mehr, es ist jedoch schwieriger zusammen zu stecken und zu nähen, zumindestens für Nähanfänger.

Vom Nähvorgang selber habe ich leider keine Fotos, es handelt sich jedoch um ganz einfache Säckchen mit eingenähtem Satinband zum späteren zu binden.
Den zugeschnittenen Stoff habe ich in der Mitte geklappt (also so, dass das Säckchen auf links gedreht ist) und die beiden Seiten zusammen genäht. Man darf dabei nicht vergessen, auf einer Seite das Satinband mit ein zu nähen, sonst kann man die Säckchen später nicht zubinden. Die Seitenenden habe ich zusätzlich gesäumt. Zwar sind diese nicht sichtbar im Säckchen, doch das Säumen verhindert, dass man später unschöne Fäden im Säckchen findet.
Damit bei den zugebundenen Säckchen der Innenstoff nicht sichtbar ist, sondern nur die schöne Außenseite, habe ich die Öffnung einmal ca. einen halben cm umgekrempelt (zum Fixieren überbügelt) und anschließend bis dahin, wo das Satinband eingenäht ist. Abschließend muss das ganze noch einmal rundherum mit einer Naht fixiert werden.
Umkrempeln und fertig ist das Säckchen :)

Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich, aber eigentlich wollte ich euch nur Fotos vom fertigen Produkt zeigen, das ist irgendwie ausgeartet :D

Für die Zahlen habe ich mit Anhänger überlegt, welche ich jederzeit abnehmen und tauschen, oder ersetzen kann.
Dafür habe ich auf Pappanhänger mit weißem Lackmaler die Zahlen geschrieben. Dann habe ich das Satinband der jeweiligen Farbe mit einer Länge von ca. 20-30 cm zurechtgeschnitten, durch die Löcher gefädelt und zu geknotet.

Nachdem die Säckchen befüllt waren, habe ich die Satinbänder der Säckchen durch die der Anhänger gezogen und eine Schleife gemacht. Den Vorgang habe ich auch noch einmal detailiert fotographiert, weil mir hier vor allem die Schleife so gut gefällt, da beide Enden runterhängen.

 
 
Das fertige Säckchen :)

Ich hoffe ihr konntet vielleicht ein paar Anregungen sammeln. Das Nähen macht Gott sei Dank auch nur einmal Arbeit :)
Generell finde ich selbst gemachte Adventskalender schöner, als jene, die man fertig kaufen kann.
Zum Abschluss ist noch einmal der fertige Adventskalender zu sehen!


Und wie sieht's bei euch aus? Habt ihr auch Adventskalender gebastelt, oder es euch für's nächste Jahr vorgenommen?

Montag, 30. November 2015

Lesestatistik November

Hallo meine Lieben!
Der November ist nun auch fast vorbei und diesmal bin ich ausnahmsweise mal pünktlich mit meiner Statistik :)
Und wie ich überraschend feststelle, habe ich doch mehr gelesen, als ich gedacht habe.
Genau wie letztes Mal hatte ich auch diesen Monat kein Flop :)

Und wie ist's bei euch lesetechnisch gelaufen? Habt ihr z. B. Leseflaute, weil ihr schon im Weihnachtsstress seid?




Neuzugänge: 
1. Fremd - Ursula Poznanski und Arno Strobel
2. Die Luft da oben - Pauline Keller
3. Die 100 02 - Kass Morgan
4. Das Feuerzeichen Francesca Haig
5. Während du stirbst - Tammy Cohen

Gelesen:
1. Das Joshua-Profil 432 Seiten
2. Fremd - Ursula Poznanski und Arno Strobel 400 Seiten
3. Die 100 - Kass Morgan 320 Seiten
4. Godspeed 03 - Beth Revis 480 Seiten
5. Die Luft da oben - Pauline Keller 244 Seiten 
6. Während du stirbst - Tammy Cohen 416 Seiten

Insgesamt:
Erhalten: 5
Gelesen: 2292
Seiten: (76 Seiten pro Tag)

Top:
Endlich die Reihe vollendet und auch richtig, richtig glücklich damit! "Godspeed 03" ist in diesem Monat - ohne groß zu Überlegen - mein Favorit! Die Godspeed Trilogie ist eine der wenigen, die nicht mit jedem Band immer schlechter werden :)

 
Selection 3

Flop:
Einen Flop gibt es auch diesen Monat nicht. Auch wüsste ich nicht, welches mit von den sechs gelesenen am wenigsten gefallen hat. Hoffentlich hält meine Glückssträhne an :)

Donnerstag, 26. November 2015

[Rezension] Die Luft da oben - Pauline Keller

Titel: Die Luft da oben
Autor: Pauline Keller
Originaltitel: Die Luft da oben
Seiten: 244
Verlag: BoD
Erscheinungsdatum: 08. Mai 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Lena gehört einfach nicht dazu. Ihr Eltern, so scheint es, hätten lieber eine erfolgreichere Tochter, ihre Schwester hasst sie, ihr Schwager erniedrigt sie und selbst ihre angebliche Freundin putzt sie regelmäßig runter. Dazu kommen ihre 1,82 m Körpergröße, mit der sie nirgends reinpasst.
Einzig ihr Freund Christian scheint zu ihr zu stehen.


Eigene Meinung

Das Thema des Buches ist die verzerrte Selbstwahrnehmung und die ist bei Lena wirklich arg verzerrt. Dadurch, dass sie ständig von ihrer Umgebung einen drauf bekommt - und das, seit sie klein ist - hat sie praktisch kein Selbstvertrauen mehr. Das spiegelt auch die Stimmung des Buches wieder. Beim Lesen hatte ich ein richtig beklommenes Gefühl und hätte an manchen Stellen am liebsten an Lenas Stelle laut aufgeschrien.

Ihre Familie ist zwar auch zum kotzen, wenn ich jetzt nur den Namen Manfred höre kriege ich eine Gänsehaut, aber der Höhepunkt ist ihre „Freundin“ Verena. Schreeeecklich, wie kann Lena sich nur so sehr selbstbelügen? Verena beleidigt sie und macht ihr sogar ein schlechtes Gewissen, wenn Lena absagt, weil sie für Prüfungen lernen muss. Ich hätte Verena am liebsten geschlagen und Lena gleich dazu, damit sie endlich aufwacht! Leider hat sich das Thema Verena am Ende doch ziemlich unspektakulär selbst gelöst.

Christian ist toll. So ein verständnisvoller Freund und sogar ihrer Familie bietet er Paroli. Allerdings kommt er für meinen Geschmack zu selten vor. Ich hatte das Gefühl, dass er zwischendurch vergessen wurde, was sich durch das (in meinen Augen) unnötige letzte Kapitel bestätigt hat.

Das Ende war zwar schön, obwohl ich im ersten Moment die Augen verdreht und gedacht habe „ne, so endet das, echt jetzt?“, hat es mir doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und ohne besagtes letzte Kapitel wäre es fast perfekt gewesen. Zum perfekt hätte nicht mehr viel gereicht, einzig die Tatsache, dass sich alles so plötzlich geklärt und Lena ihr Denken von jetzt auf gleich geändert haben soll, hat mich etwas gestört. Außerdem hätte ich mir auch noch eine Klärung des Problems mit ihrer Familie gewünscht – wie geht es mit ihnen weiter, hacken sie wirklich immer noch so auf Lena rum? Wenn ja, hat Lena endlich mal die Stärke, ihnen die Stirn zu bieten?
  
Fazit
Eine schöne kleine Lektüre für Zwischendurch, zum Ärgern und anschließendem Aufatmen. Knapp an vier Sternen vorbei gerutscht, auf Grund der oben genannten kleinen Kritikpunkte und weil es ruhig noch etwas länger und ausführlicher hätte sein können. Beim nächsten Buch der Autorin werde ich ohne Zögern zugreifen :)



3/5 Sterne

Danke an Marianne und Pauline Keller für das Rezensionsexemplar!