Donnerstag, 25. Oktober 2018

[Rezension] Legendary - Stephanie Garber

Titel: Legendary - Caraval 02
Autor: Stephanie Garber
Originaltitel: Legendary
Seiten: 448
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2018
Buchreihe: ja





 


Inhalt
Nun ist es an Tella das Spiel zu gewinnen, um das zu erlangen, was ihr am meisten am Herzen liegt. Doch, dass sie selbiges dafür brechen muss, hätte sie sich nie vorstellen können.


Eigene Meinung

Oh mein Gott! Nach "Caraval" habe ich ja nicht zu hoffen gewagt, dass es eine Fortsetzung geben wird. Dann hielt ich sie in den Händen und war etwas enttäuscht, dass nun Tella die Protagonistin ist und nicht mehr ihre Schwester Scarlett. Doch die Enttäuschung wich ziemlich schnell unbändiger Freude. Freude darüber, endlich wieder in der Welt von Caraval zu sein.

Diese ist genau so magisch, wie im ersten Band. Und Tella gefiel mir erstaunlicherweise richtig gut. Wir erfahren viel über die beiden Schwestern, lernen ihre Mutter näher kennen und enthüllen sogar Legends Identität. Letzteres hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Zwar hatte ich den ein oder andern Verdacht, aber die Auflösung war einfach grandios! 

Auch die Nebencharaktere waren bombastisch. Vor allem Jacks hat es mir angetan, er ist einfach fantastisch! Der zweite Band strotzt einfach wieder von vielen Highlights, die alle zusammen ein perfektes Ganzes ergeben.

F
azit

Zwar war das Ende nicht ganz so offen, wie in Band eins, dennoch kann ich es kaum erwarten, endlich das Finale von Caraval in den Händen zu halten.

Und wer weiß, vielleicht ist die Aufdeckung Legends auch wieder nur eine Lüge gewesen...


5/5 Sterne

[Lesestatistik] September 2018






Neuzugänge:
1. Der Outsider - Stephen King
2. Im Turm 01 - Josiah Bancroft
3. Das Experiment - Arkadi und Boris Strugatzki
4. Legendary - Stephanie Garber               


Gelesen:
1. Porträt einer Ehe - Robin Black 320 Seiten 
2. Vier.Zwei.Eins. - Erin Kelly 405 Seiten
3. Najaden - Heike Knauber 608 Seiten
4. Wie man die Zeit anhält - Matt Haig 384 Seiten
    


Insgesamt:
Erhalten: 4
Gelesen: 4
Seiten: 1717 (57 Seiten pro Tag)

Top:
Wenn ich mich hier entscheiden müsste, würde ich "Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig nehmen. Obwohl ich eine andere Geschichte bekommen habe, als erwartet, entpuppte es sich als total schöne, aber auch sehr melancholische und nachdenkliche Geschichte.

Selection 3

Flop:
keins :)

Mittwoch, 24. Oktober 2018

[Rezension] Der Outsider - Stephen King


Titel: Der Outsider
Autor: Stephen King
Originaltitel: The Outsider
Seiten: 752
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 27. August 2018
Buchreihe: nein








Inhalt
Terry wird medienwirksam für den Mord an einem kleinen Jungen vor großem Publikum festgenommen. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich jedoch heraus, dass er an zwei Orten gleichzeitig gewesen sein müsste. Je tiefer Anderson in den Fall eindringt, desto unglaubwürdiger wird es.

Eigene Meinung

"Der Outsider" hat mich von Anfang an gepackt. Mit jeder Seite wird es unwirklicher und unbegreiflicher. Anderson war mir sofort sympathisch und auch die anderen Charaktere sind gut gewählt gewesen.

Obwohl oft nicht viel passiert war es spannend mitzuverfolgen, welchen Lauf die Ermittlungen nehmen, bei denen man ja hautnah dabei ist.

Viel kann man sich realtiv schnell denken und doch wurde es nicht langweilig. Allerdings hat mir für die volle Punktzahl das gewisse Etwas gefehlt. Es konnte mich einfach nicht so packen, wie sonst die Bücher von Stephen King. 

Fazit

Ein toller, mysteriöser Thriller der einen packt und erst am Ende wieder loslässt.


4/5 Sterne

Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 16. Oktober 2018

[Rezension] Was wir uns versprachen - Leah Mercer


Titel: Was wir uns versprachen
Autor: Leah Mercer
Seiten: 303
Verlag: Tinte & Feder
Erscheinungsdatum: 11. September 2018
Buchreihe: nein










Inhalt
Mark und Anna sind glücklich verheiratet und nichts kann dieses Glück trüben. Bis Mark plötzlich von heute auf morgen nicht mehr nach Hause kommt und Anna keine Ahnung hat, was passiert ist. Eine Suche voller Trauer, Zweifel und Wut beginnt. 

Eigene Meinung
Das war ein echt anstregendes Buch. Durch den einfachen Schreibstil ließ es sich zwar gut runterlesen, war aber viel zu naiv geschrieben. Eher wie ein Groschenroman.

Mark und Anna hätte ich das ein oder andere Mal gerne an die Wand geschlagen, so dämlich waren sie. Ich konnte das Verhalten von beiden einfach überhaupt nicht nachvollziehen.

Im Laufe der Geschichte haben sich beide auch so verhalten, dass man meint, dass sie den jeweils anderen in den vielen Jahren ihrer Ehe nicht wirklich kennen, geschweige denn lieben gelernt haben. Sie haben einfach viel zu viele Geheimnisse voreinander und können die Reaktionen ihres Partners überhaupt nicht abschätzen.

Der Grund für Marks Verschwinden ist schlimm, aber gleichzeitig ist die Geschichte, die sich daraufhin entwickelt, total bescheuert. Einfach unlogisch und weltfremd. Wie Mark sich verhält, das tut man seinem Partner nicht an. Das verhindert einfach der gesunde Menschenverstand. Wobei Anna auch nicht besser abschneidet.

Fazit
Ich konnte mit der Geschichte nichts anfangen. Das ist keine tragische Liebesgeschichte sondern eine von zwei dämlichen Menschen, die sich gegenseitig trotz langer Ehe fremd sind. 
Schmalzig, schnulzig und kitschig. Gut, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe.



1/5 Sterne

Danke an Tinte & Feder und netgalley für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 11. Oktober 2018

[Rezension] Halbfettzeit - Tetje Mierendorf


Titel: Halbfettzeit
Autor: Tetje Mierendorf
Seiten: 256
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Erscheinungsdatum: 27. August 2018
Buchreihe: nein










Inhalt
Einst war er DER dicke, deutsche Schauspieler, doch eines Tages hat es bei ihm klick gemacht und er hat seinen Pfunden den Kampf angesagt. Wie ihm das gelungen ist und welche Tipps er für Leidensgenossen hat, die ebenfalls etwas an ihrem Leben ändern wollen, beschreibt er in seinem Buch. 

Eigene Meinung
Eigentlich lese ich Bücher wie das von Tetje Mierendorf nicht gerne. Irgendjemand denkt, er hätte etwas erreicht und fühlt sich genötigt darüber ein Buch zu schreiben. Allerdings hat mich doch interessiert, wie Tetje Mierendorf es hinbekommen hat, sich zu halbieren und wie es ihm dabei ergangen ist. Ich hatte die Hoffnung einen unterhaltsamen und zugleich gnadenlos ehrlichen Erfolgsbericht zu lesen.

Der Anfang war noch vielversprechend. Er berichtet über sein Leben als dicker Mensch und wie es ihm damit emotional ging, bis hin zu dem Punkt, an dem er sich schließlich zu einer radikalen Änderung entschieden hat. In der Mitte des Buches sind sogar Fotos aus seiner Kindheit, so wie aus seinem Leben vor und nach der Lebensumstellung.

Leider ging es danach rapide bergab. Mich hat nicht nur gestört, dass man als Leser geduzt wird und das auch noch so oft, dass man teilweise nur noch großgedruckte "D's" gesehen hat. Nein, schlimmer fand ich, dass das Buch in einem unglaublich belehrendem Ton geschrieben ist. Nach dem guten Anfang ging es praktisch nur noch darum, den Leser bzw. den dicken Leser davon zu überzeugen, dass sein Leben, so wie er es jetzt führt, schlecht ist und er etwas ändern muss.
Über Tetje Mierendorf selber und seine Rückschläge so wie Fortschritte wurde stattdessen nicht mehr nennenswert berichtet.

Außerdem kam es mir etwas zu missionierend daher. Zucker ist ab jetzt der Teufel und Schokolade das braune Gift. Mag ja sein, dass Zucker nicht gesund ist, aber dass man sich nun komplett in Verzicht üben muss fand ich etwas übertrieben. Zwar sagt er gleichzeitig auch, dass niedrige Dosen davon OK sind, doch das geht in der Masse an Gegenfeuer einfach unter.
Hin und wieder Schokolade (oder anderes) ist ja nicht schlimm, man muss einen Mittelweg für sich finden - das war leider nur mangelhaft dargestellt. Selbst ich, als (meiner Meinung nach) gesund lebender Mensch, fühle mich durch seine Aussagen richtig schlecht.

Zudem hatte ich das Gefühl, dass Tetje Mierendorf nach seiner Lebensumstellung zu einem Übermenschen mutiert ist. Ich selber bin nicht dick, doch was er da beschreibt grenzt für mich doch eher an eine Verlagerung der Sucht (oder er hat schlicht weg einfach massiv übertrieben). Jeden Weg geht er jetzt zu Fuß, selbst (und da musste ich den Kopf schütteln, weil es so absurd war) im Kaufhaus fährt er nicht mehr Rolltreppe wie der gemeine Mensch - NEIN! - er sucht jedesmal die Treppe und hat so auch schon mehr als einmal den Alarm für den Notausgang ausgelöst. Eh... hallo? Das kommt einfach nicht authentisch rüber, im Gegenteil, mir wurde er regelrecht unsympathisch! Ich gehe auch die Treppe, wenn eine neben der Rolltreppe ist, aber wer sucht sich denn bitte in der hinterstens Kaufhausecke das Nottreppenhaus???

Die Krönung war dann, dass er mit pH-Streifen seinen Säuregehalt im Urin gemessen hat, um zu schauen, ob der Säure-Base-Haushalt in seinem Körper optimal im Gleichgewicht ist. Sorry, aber das ist doch nicht mehr normal, geschweige denn authentisch und in meinen Augen eine komplette Verlagerung ins andere Extrem. Vielleicht geht es Tetje Mierendorf nach der Umstellung ja wirklich so gut, wie er hier predigt, doch Fakt ist, dass es total unglaubwürdig rüber kommt. 

Wäre ich dick und würde abnehmen wollen und hätte mir durch dieses Buch wertvolle Tipps, oder einfach Ansporn für mein Vorhaben erhofft, wäre ich eher abgeschreckt worden. Zwar sagt er selber, dass die Umstellung bei ihm nicht radikal von heute auf morgen gewesen ist, doch selbst mich hat das Buch einfach nur abgeschreckt. Wie soll ich mit Superman Tetje Mierendorf mithalten?

Fazit
Weniger missionieren und mehr eigene Erfahrungen hätten dem Buch richtig gut getan. So hinterließ es bei mir nur das Bild eines unsympathischen, jetzt schlankem und übermenschlichem, Tetje Mierendorf.



2/5 Sterne

Danke an das Gütersloher Verlagshaus für das Rezensionsexemplar!