Mittwoch, 29. Juni 2016

[Rezension] Im Pyjama um halb vier - Gabriella Engelmann & Jakob M. Leonhardt

Titel: Im Pyjama um halb vier
Autor: Gabriella Engelmann & Jakob M. Leonhardt
Seiten: 240
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2013
Buchreihe: nein





 

Inhalt
Auf der Suche nach einem bestimmten Ben landet Lulu bei dem unbekannten Ben aus dem Internet. Anfangs noch recht kurz und zögerlich, entwickelt sich daraus schnell eine kleine Schwärmerei für jemanden, den man eigentlich gar nicht kennt. Bis eine kleine Sache plötzlich alles verändert.

Eigene Meinung

Hätte ich die Rezensionen genauer gelesen und vielleicht mal ins Buch geschaut, wäre es sicher nicht bei mir zu Hause gelandet. Wie die Geschichte eigentlich auch schon vermuten lässt, kommunizieren Lulu und Ben ausschließlich über das Internet miteinander. Eine andere Schreibart kommt hier nicht vor. Wir lesen ihre Chats und auch die Aktualisierungen ihrer Facebook-Statusmeldungen, inklusive der Kommentare.
Ich maaaaag das einfach nicht, wo wir beim ersten Problem wären. Da es aber meine eigene Schuld/Dummheit war, habe ich mich drauf eingelassen. Allerdings kommt beim Lesen des Chatverlaufs kein Fluss auf, man stockt einfach immer wieder.


Das Alter der beiden ist für ihr Schreibweise meiner Meinung nach etwas zu hoch angesetzt. Ich selbst war auch mal 18 und wage zu behaupten, dass man in dem Alter schon ein "bisschen" reifer schreibt. Aber gut, darüber lässt sich streiten.
Die Themen sind auch echt fragwürdig. Im einen Moment reden sie über Teenie-Dinge, wie den ersten Sex - wobei ich es sowieso krass fand, dass sie schon so früh und vor allem offen über solche Sachen geredet haben.... - andererseits scheint es stellenweise schon fast philosophisch. Diese Gegensätze passen einfach nicht zusammen.


Die Facebook-Statusmeldungen die beide dem Thema entsprechend immer wieder ändern, waren mir auch viel zu unglaubwürdig. Zwar kenne ich auch Leute, die sehr private Dinge plötzlich öffentlich auf Facebook diskutieren müssen, doch irgendwie war das nochmal anders. Vor allem die Kommentare waren auch sehr nichtssagend. Die Statusmeldungen hätte ich persönlich nicht gebraucht.

Ich habe die Geschichte auch nicht als romantisch empfunden. Mir waren beide bis zum Schluss sehr fremd und auch über die Menschen in ihrer näheren Umgebung erfährt man eben auch nur das wenige, was die beiden im Chat preisgeben. Es war mir einfach zu wenig um die beiden an mich heran zu lassen. Dass sie sich irgendwann verlieben konnte ich nicht richtig nachvollziehen. Schwärmen ok, aber für's Verlieben fehlt dann doch etwas. Außerdem habe ich auch ihre paar Streitereien null nachempfinden können! Vor allem, da beide nie ganz unschuldig sind, wie sich am Ende herausstellt.

Fazit
Mir hat das Buch nicht gefallen und nur wieder gezeigt, dass einige viel zu öffentlich im Netz (gerade private Probleme auf Facebook zu diskutieren) unterwegs sind. Auch denke ich, dass ich wohl schon viel zu alt für dieses Buch bin und es eher für unter 16-Jährige geeignet wäre.


2/5 Sterne

Kommentare:

  1. Huhu Caroline,

    als ich gerade den Titel des Buches gelesen habe, dachte ich: Das hört sich ja richtig süß an, die Rezension muss ich mir mal genauer ansehen :o)
    Ich habe damals Gut gegen Nordwind gelesen. In dieser Geschichte haben sich die Protagonisten auch in erster Linie über Emails unterhalten. Ich mochte das Buch damals sehr. Allerdings scheint die Umsetzung der Liebesgeschichte via Chat in diesem Fall ja nicht ganz so gut gelungen zu sein. Wie schade. Ich danke dir dennoch für diese interessante Buchvorstellung :o)

    Liebe Grüße Tanja :o)

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    1. Gerne :)
      Die Geschichte in dieser Art zu erzählen kann wirklich gut sein, aber in dem Fall... naja :D
      Aus dem Grund habe ich auch noch nicht "Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern gelesen.

      Liebe Grüße,
      Caro

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