Freitag, 29. Mai 2015

[Rezension] 30 Tage und ein ganzes Leben - Ashley Ream

Titel: 30 Tage und ein ganzes Leben
Autor: Ashley Ream
Originaltitel: Losing Clementine
Seiten: 416
Verlag: btb
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Clementine möchte sterben. Sie ist es leid, es anderen recht machen zu müssen, Deadlines einzuhalten und im Übrigen will sie morgens nicht mal mehr aufstehen. Also plant sie ihren Tod und nimmt sich dreißig Tage Zeit, ihr Leben so ordentlich wie möglich zu hinterlassen und all das zu tun, was sie immer schon einmal machen wollte. Doch mit dem Auftauchen verloren geglaubter Familienmitglieder, kommt plötzlich alles anders als geplant.

Eigene Meinung
Auf Grund des starken Anfangs habe ich das Buch unbedingt lesen wollen. Leider lässt es danach ziemlich rasch nach. Viel ist nicht mehr übrig von der witzigen Erzählweise, die so erfrischend war. Klar, das Buch ließ sich trotzdem noch gut lesen, aber der Rest hat einfach nicht mehr gepasst.

Mit Clementine selber konnte ich nicht warm werden. Wie aus den Beschreibungen hervor geht, ist sie eine sehr eigene Künstlerin, mit der nicht viele Leute klar kommen, mich eingeschlossen. Die anderen Charaktere bleiben auch eher Randfiguren, obwohl man aus dem ein oder anderen sicher mehr hätte machen können. Zum Beispiel taucht ihr Exmann zwischendrin auf, hat einen großen Auftritt und verschwindet wieder in der Versenkung. Einzig bei Jenny wurde sich etwas mehr Mühe mit dem Ausschmücken gegeben, wobei auch sie abschnittsweise vergessen wurde.

Oft hält sich Clementine mit banalen Dingen in ihrem Leben auf, verbring viel Zeit mit dem Gestalten ihrer Bilder und lässt den Leser dabei leider auch ziemlich lange daran teilhaben. Von mir aus hätte das ruhig nebenbei erwähnt werden können, anstatt das so sehr auszudehnen. Außerdem nimmt das Buch eine eher ungeahnte, negativ überraschende Wendung im Inhalt. Erwartet habe ich einfach etwas ganz anderes. Natürlich sind Bücher, die plötzlich eine ganz andere Geschichte haben, als erwartet nicht automatisch schlecht. Aber hier hat es mir einfach überhaupt nicht zugesagt und mir hat auch ehrlich gesagt irgendwann der rote Faden gefehlt. Klar, Clementine bereitet sich auf ihren Tod vor, doch nebenbei spielen plötzlich verlorene Familienmitglieder eine Rolle und das Ganze wird mehr und mehr zu einem Familienroman.


Fazit

"30 Tage und ein ganzes Leben" klang vielversprechend und hat toll angefangen. Meine Erwartungen an das Buch wurden jedoch nicht erfüllt und das Ende war auch mehr als enttäuschend. Es wurde sehr offen gelassen (was nicht unbedingt schlecht sein muss, in diesem Fall aber eher ein Zeichen von "ich habe keine Lust mehr weiter zu schreiben" war), wirkte unglaubwürdig und konstruiert und passte zudem nicht richtig zur restlichen Geschichte.
Keine Leseempfehlung von mir.



2/5 Sterne

Danke an btb und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 28. Mai 2015

[Rezension] Bin mal kurz tot - Lance Rubin

Titel: Bin mal kurz tot
Autor: Lance Rubin
Originaltitel: Denton Little's Death Date
Seiten: 352
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Da Denton Little sein Todesdatum kennt, weiß er, dass er morgen sterben wird. Doch statt eine normale Feier, bei der Freunde und Familie auf seinen Tod warten, läuft einfach alles erdenkliche schief. Zudem hat er plötzlich einen mysteriösen Fleck auf seinem Bein und fremde Leute warnen ihn davor, dass andere hinter ihm her sein könnten. Was ist an ihm so besonders? Warum darf ausgerechnet er nicht einfach ganz normal sterben, wie alle anderen auch?

Eigene Meinung
In der Welt von Denton Little werden die Todesdaten der Menschen direkt nach der Geburt ermittelt. So weiß jeder wann er sterben wird und kann sein Leben bis dahin voll auskosten. Diese neue Idee fand ich klasse, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich mein Todesdatum wirklich wissen will. Zumal zwar jeder weiß wann, jedoch nicht wie er sterben wird. Leider war es trotz der witzigen Idee und der lustigen Erzählung von Denton ziemlich langatmig. Ich hatte die Idee im Kopf, dass Denton seinen Todestag (der etwa auf der Hälfte des Buches wäre) vielleicht überlebt und es dann damit weitergeht, warum er denn überlebt hat. Doch das ganze Buch zieht praktisch zwei Tage in Dentons Leben bis zum geht nicht mehr in die Länge. Über die banalsten Dinge wird seitenlang geschrieben. Das war zwar stellenweise wirklich lustig, doch hat die Geschichte nicht vorangebracht.

Fazit

Das Ende kam auch sehr plötzlich. Die Erklärung war mehr als dürftig und ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Außerdem kommt zum Schluss noch einmal eine dramatische Wendung und anstelle von Erklärungen bleibt der Leser mit allerlei Fragezeichen über dem Kopf zurück.


3/5 Sterne

Danke an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 27. Mai 2015

[Rezension] Mit jedem neuen Tag - Marc Levy

Titel: Mit jedem neuen Tag
Autor: Marc Levy
Originaltitel: Si c'était à refaire
Seiten: 368
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2015
Buchreihe: nein





 


Inhalt
Andrew ist ein erfolgreicher Journalist und wird in wenigen Tagen seine Jugendliebe Valery heiraten. Kurz vor der Hochzeit schmeißt er jedoch alles hin und bricht Valery das Herz. Als ihm kurz danach beim Joggen klar wird, dass er den größten Fehler seines Lebens gemacht hat, wird er von hinten angegriffen und stirbt. Aber Andrew ist nicht tot, sondern wacht zwei Monate vorher wieder auf. Nun hat er zwei Monate, um seinen Mörder zu finden und mit Valery glücklich zu werden.

Eigene Meinung
Mich konnte das Buch leider nicht begeistern. Andrew wird auch nicht direkt am Anfang angegriffen, sondern erst sehr viel später. Vorher wird noch lang und breit die dazugehörige Vorgeschichte erzählt, wie er so berühmt wurde und wie er Valery überhaupt kennengelernt hat. Hätte meiner Meinung nach ruhig etwas gekürzt werden können. Andrew hat Valery auch nicht wirklich betrogen, wie man vielleicht im ersten Moment annimmt, doch den Grund, warum er die Hochzeit hingeschmissen hat, fand ich mehr als lächerlich… aber gut, irgendwie muss man die Geschichte ja in die richtigen Bahnen lenken.

Andrew war mir auch nicht wirklich sympathisch und zu Valery hat man gar kein Verhältnis aufbauen können. Dafür war Andrews bester Freund ganz witzig. Aber ansonsten bleiben die Charakter auch eher farblos. Vor allem von dem Kommissar habe ich mir mehr versprochen.


Fazit

Obwohl der Schreibstil flüssig war und man das Buch gut runterlesen konnte, hat es mich nicht richtig gepackt. Ich fand es, vor allem nach dem Ende, sehr unglaubwürdig. Eine Liebesgeschichte ist es auch nicht wirklich, da Andrew sich primär Gedanken um den Mörder macht und sich mit mehreren Personen auf die Suche nach demselben begibt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass Marc Levy versucht hat irgendetwas übernatürliches und spannendes zusammen zu würfeln, mich konnte er damit jedoch nicht überzeugen. Da habe ich schon wesentlich bessere Bücher von Marc Levy gelesen.
Wer also einen Liebesroman erwartet, der ist hier falsch. Das ist eher ein versuchter Krimi, mit übernatürlicher Einlage.



3/5 Sterne

Danke an Blanvalet und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 24. Mai 2015

Neuzugänge Mai #3

Entgegen meiner Erwartung habe ich nun doch noch zwei Neuzugänge diesen Monat!
Zum einen haben wir da "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin, was schon seit Ankündigung auf meiner Wunschliste steht. Eine tolle Überraschung von meinen Verwandten, dankeschön :))) Leider muss ich es auch erst einmal hinten anstellen, habe noch andere Bücher, die ich vorher lesen "muss".

Und zum anderen habe ich die Zusage zum Rezensieren von "30 Tage und ein ganzes Leben" von Ashley Ream bekommen. Danke an btb und das Bloggerportal :)




Und was gibt es bei euch so neues? Habt ihr die Bücher vielleicht schon gelesen??

Freitag, 22. Mai 2015

[Rezension] Der Übergang - Justin Cronin

Titel: Der Übergang
Autor: Justin Cronin
Originaltitel: The Passage
Seiten: 1040
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2011
Buchreihe: 1/3





 


Inhalt
Wissenschaftler experimentieren mit einem gefährlichen Virus, bis plötzlich das Undenkbare geschieht und die Träger des Virus ausbrechen und die Welt zu Grunde richten.
100 Jahre später: Die Menschheit lebt wie in der Vergangenheit, es gibt keine funktionierende Infrastruktur mehr und die wenigen Überlebenden schließen sich zu Kolonien zusammen, um irgendwie zu überleben. Die einzige Hoffnung ist Amy, die eines Tages vor den Toren steht… allerdings sieht sie immer noch aus, wie ein 6 Jahre altes Mädchen, wer ist sie wirklich?


Eigene Meinung
Lange stand „Der Übergang“ ungelesen in meinem Regal, völlig zu Unrecht, wie sich herausgestellt hat! Es fängt alles damit an, dass Wolgast die kleine Amy entführt und in das Labor der oben genannten Wissenschaftler bringt. Man erfährt viel über die Experimente der Wissenschaftler und vor allem auch über die Versuchspersonen. Leider ist der Abschnitt viel zu schnell vorbei gewesen. Nachdem das Experiment schief gelaufen und das Unheil losgelassen wurde, springt die Handlung ca. 100 Jahre weiter. Die Menschheit hat einen Rückschritt gemacht. Die wenigen, die die Virals überlebt haben, versuchen in kleinen Kolonien zu überleben. Cronin hat das Leben dort sehr anschaulich beschrieben. Man kommt sich vor, wie im Mittelalter. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Keiner verschwindet im Hintergrund und jeder hat seine eigene Persönlichkeit.
Entgegen anderer Meinung, hat das Buch absolut keine Längen und hätte auch nicht gekürzt werden sollen. Es gibt unglaublich viele unerwartete Wendungen und Cronin konnte mich mit jedem Auftauchen der Virals neu überraschen bzw. ängstigen.


Wer hier ein Buch über die kleine Amy erwartet, wird enttäuscht werden. Obwohl Amy im Hinblick auf die vielen Seiten, doch relativ selten vorkommt, ist sie der Mittelpunkt und Leitfaden der Geschichte. Egal, ob sie gerade zugegen ist, oder nicht, ständig kreisten meine Gedanken um Amy und wie sie wohl der Schlüssel zum Ganzen ist.

Fazit

Diese Endzeitstory und ganz speziell die Darstellung der Virals ist unglaublich gut gelungen! Immer wieder gibt es kleine Hoffnungsschimmer, die Seiten später wieder zerstört werden. Trotz der Dicke kam das Ende viel zu schnell und ich bin unglaublich gespannt auf den zweiten Band!!


5/5 Sterne

Danke an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!