Donnerstag, 28. Oktober 2021

[Rezension] Queen of Magic - Liane Mars

Titel: Queen of Magic - Das Zeichen der Königin
Autor: Liane Mars
Seiten: 404
Verlag: Piper Wundervoll
Erscheinungsdatum: 30. September 2021
Buchreihe: nein





 

Inhalt
Shay hat seit Jahren ein Tattoo mit einer dreistelligen Zahl auf dem Handgelenk. Was es bedeutet, weiß sie nicht, aber dass es nicht gut sein kann, dass es plötzlich in einer unglaublichen runterzählt, kann sie sich schon zusammenreimen. Plötzlich geben sich ihr auch noch zwei Typen zu erkennen, die aus einer magischen Welt kommen. Dort wird diejenige Königin, auf deren Tattoo eine 1 prankt. Und irgendjemand schafft gerade Shays Konkurrentinnen aus dem Weg. Doch Shay braucht dringend Nachhilfe in Magie, ansonsten kann das tödlich enden.

Eigene Meinung
Die erste Hälfte des Buches war ein wenig langatmig. Wir lernen Shay kennen, die Jungs und die neue Welt. Wir wechseln hin und her und sind eigentlich genau so unwissend wie Shay. In der zweiten Hälfte geht es wesentlich wilder zu und wir bekommen einige Antworten auf offene Fragen geliefert. Allerdings bleiben viele Dinge auch noch bis zum Schluss eher wage und werden nicht gut erklärt.

Die Idee mit den Tattoos und der Position in der Thronfolge, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Idee, dass mit Hilfe von Tänzen Magie gewirkt wird. Leider wird alles nicht genug vertieft. Sie wirken zwar ein paar mal Magie, aber insbesondere als es am Ende ein paar Fragen zu den Anfängen der Magie und früheren Anwärterinnen gibt, bleibt es total schwammig. Super schade, da ich das Thema so gerne noch vertieft hätte.

Die Liebesgeschichte war unaufdringlich und vorhersehbar. Fand ich aber nicht schlimm, man weiß ja oft schon am Anfang wer mit wem usw. Theon und Nat mochte ich zwar, aber im Nachhinein waren sie mir etwas zu glatt. Ein paar Ecken und Kanten hätten ihnen sicher gut getan.

Fazit
Alles in allem hat mich dieser Einzelband aber sehr gut unterhalten! Kann ich jedem empfehlen, der Lust auf einen magischen Fantasy-Roman hat und Pause von den ganzen Reihen braucht.


4/5 Sterne


Danke an Piper und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Die Leuchtturmwärter - Emma Stonex

Titel: Die Leuchtturmwärter
Autor: Emma Stonex
Seiten: 432
Verlag: S. Fischer
Erscheinungsdatum: 25. August 2021
Buchreihe: nein





 

Inhalt
20 Jahre nach dem rätselhaften Verschwindens dreier Leuchtturmwärter von ihrem Leuchtturm, beginnt der Schriftsteller Dan Sharp das Ereignis neu aufzurollen und befragt die hinterbliebenen Ehefrauen. Plötzlich kommen Geheimnisse ans Licht, die lieber verborgen geblieben wären.

Eigene Meinung
Wir springen zwischen 1972 und 1992 hin und her. 1972 erzählen die Wärter aus ihrer Sicht, was im Turm geschehen ist und welche Gedanken sie umtreiben. 1992 erzählen die Frauen uns und Dan Sharp ihre Version der Geschichte, gespickt mit pikanten Geheimnissen.

Mir hat der langsame Aufbau der Geschichte extrem gut gefallen. Etwas mystisch angehaucht liest man einen Krimi, bei dem man nachher nicht mehr weiß, was wahr ist und was sich die Figuren nur ausgedacht haben.

Jede der Frauen hat ihre eigene Persönlichkeit, welche gut zu ihrer Geschichte passt. Jede von ihnen erzählt von den schönen Momenten, aber vor allem von den vielen Entbehrungen, die die Beziehung mit einem Leuchtturmwärter mit sich bringt.

So einen Roman habe ich gar nicht erwartet. Die Geschichte hat sich wahnsinnig gut aufgebaut und entfaltet, außerdem ist es total atmosphärisch. Allerdings hatte es mir stellenweise zu viele Längen. Das Ende wiederum kam dann Schlag auf Schlag, das hätte ich mir ein weniger langsamer gewünscht.

Fazit
Wer auf der Suche nach einem wahnsinnig stimmungsvollen, mystischen Roman über das Meer und die Leuchttürme lesen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Wer Action sucht, ist hier Fehl am Platze.


4/5 Sterne


Danke an Fischerverlage und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Azurie 01 - Jessica Amankona

Titel: Azurie - Tochter aus Mondlicht und Tränen
Autor: Jessica Amankona
Seiten: 468
Verlag: Planet!
Erscheinungsdatum: 27. August 2021
Buchreihe: ja





 

Inhalt
Joya ist etwas besonderes. Ihre Haut ist weiß wie Schnee und sie ist die letzte Azurie. Aus dem Grund wird sie mit Patrice verheiratet, Sohn des Stammesoberhauptes. In einem Land, in dem Frauenmangel herrscht, beginnt sie für sich und alle anderen weiblichen Wesen im Dorf zu kämpfen.

Eigene Meinung
Zuerst habe ich Joyas Verhalten gegenüber Patrice nicht verstanden, doch nach und nach lernt man sie besser kennen und erwärmt sich sogar irgendwann für den Griesgram Patrice. Auch Chacal habe ich später gemocht, man glaubt es kaum. Überhaupt sind die Charaktere von Jessica Amankona sehr vielschichtig, voller Ecken und Kanten und machen es einem nicht immer leicht, sie zu mögen. Aber viele von ihnen machen eine tolle Entwicklung im Laufe der Geschichte durch.

Das Thema Gewalt gegen Frauen ist von Anfang bis Ende total präsent und hat mich ehrlich gesagt sehr mitgenommen. Es wird oft zwar nicht direkt ausgesprochen, was den Frauen angetan wird, aber durch das drum herum bekommt man doch eine sehr genaue Vorstellung, die keinen Raum mehr für Missverständnis lässt. Schlimm, dass sowas in manchen Teilen der Erde echt noch an der Tagesordnung ist.

Leider erfahren wir nicht viel über die Azurien. Nach dem Klappentext hatte ich eigentlich erwartet, dass es in erster Linie um die Azurien geht, doch das kommt erst noch einmal fast am Ende zur Sprache. Vielleicht geht es ja in Band zwei mehr darum?

Fazit
Ein unglaublich nervenaufreibender Auftakt einer Dilogie. Spannungsgeladen von Anfang bis Ende. Nichts für schwache Nerven!


4/5 Sterne


Danke an Planet! und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 12. Oktober 2021

[Rezension] Kochen ohne Strom - Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Titel: Kochen ohne Strom
Autor: Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Seiten: 152
Verlag: Bassermann
Erscheinungsdatum: 26. Juli 2021
Buchreihe: nein





 

Da wir gerne über mehrere Tage wandern gehen und immer auf der Suche sind, nach neuen Inspirationen (und unsere Vorratskammer aus allen Nähten platzt), habe ich mich total über das Kochbuch gefreut.
Die Freude währte nicht lange. (Meistens haben wir uns kaputt gelacht, was für Rezepte es in das Buch geschafft haben. Auch nicht Sinn der Sache, aber wir hatten unseren Spaß.)

Anfangs gibt es viele Tipps, falls der Katastrophenfall eintritt. Das ist teilweise noch ganz nützlich.

Die Rezepte allerdings... vielfältig und praktikabel ist anders.
80% der Rezepte kann man nur kochen, wenn man gerne orientalisch kocht und sowieso immer Bulgur und Couscous zu Hause hat. Von den ganzen Gewürzen ganz zu schweigen. Wir essen gerne orientalisch und sind so für den Ernstfall gerüstet, aber unsere Vorratskammer ist wahrscheinlich keine durchschnittliche in Deutschland.
Hier hätte ich mir noch mehr mit Kartoffeln, Nudeln und Reis gewünscht, einfach um alle Menschen abzuholen.

Es ist zwar eine tolle Idee gewesen, auch die Fotos zum Rezept abzubilden, die die Einreicher eingeschickt haben, doch die machen wenig Lust auf das Gericht, wenn sie denn überhaupt vorhanden sind. Hier hätte man sich wirklich die Mühe machen können, die oft wenig anspruchsvollen Gerichte (Kartoffelsuppe aus Kartoffelbreipulver, Gemüsebrühe und Wasser. Oder Dosensalat aus Thunfisch, Mais und Erdnüssen) nachzukochen und ansprechend zu fotografieren. Bei der Kartoffelsuppe passt das Foto sogar überhaupt nicht. Auf dem Foto ist eine Suppe mit offensichtlichen Stücken von Gemüse, das bekomme ich so mit keinem Brühepulver hin. Ich weiß, "wer suchet, der findet", aber mich stört sowas gewaltig.

Leider doppeln sich auch ein paar Sachen. Çiğ Köfte sind zweimal enthalten, kaum abgewandelt. Curry gleich noch öfter. Gerade ein Curry kann man beliebig abwandeln, da benötigt man nicht unendlich viele Rezepte für. Ein kurzer Tipp "Anmerkung der Redaktion" dazu hätte gereicht.

Fleisch und Fisch kommt kaum vor. Finde ich jetzt nicht ganz so schlimm, aber dafür wird in den vegetarischen/veganen Gerichten viel mit veganen Ersatzprodukten, oder mit Zutaten wie geschroteten Leinsamen gearbeitet. Auch nichts, das der Otto Normalverbraucher standartmäßig zu Hause hat.

Schade, die Idee war super. Vor allem, weil die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde, Rezepte für das Buch einzureichen. Leider ist die Umsetzung eher mangelhaft, da kann ich die ganzen negativen Rezensionen verstehen.
Bis auf einzelne neue Ideen, haben wir leider nichts aus dem Buch mitgenommen. Da fantasiere ich mir lieber selber was aus den Zutaten in meiner Vorratskammer zusammen, bevor ich aus Verzweiflung eine Suppe aus Kartoffelbreipulver zubereite.


2/5 Sterne


Danke an das Bloggerportal und dem Bassermann Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Buddha Bowls - Audrey Cosson

Titel: Buddha Bowls
Autor: Audrey Cosson
Seiten: 80
Verlag: Bassermann
Erscheinungsdatum: 26. Juli 2021
Buchreihe: nein





 

Wie viele bin auch ich dem Buddha-Bowl-Trend verfallen. Bowls sind so vielfältig, vollwertig und vor allem gesund und lecker!
Umso mehr habe ich mich über das neue Kochbuch aus dem Bassermann Verlag gefreut.

Unterteilt ist es in Saucen, Fleisch, Fisch, Vegetarisch und Desserts, wobei letzteres für mich eher uninteressant ist, für den ein oder anderen aber vielleicht nicht.
Wir kochen uns in dem Kochbuch quer durch alle Küchen: Mediterran, asiatisch, mexikanisch, von allem ist etwas dabei. Das macht die Rezepte in den einzelnen Kategorien schön abwechslungsreich und man hat nicht das Gefühl nur ähnliche Gerichte zu haben.

Die Aufmachung ist toll. Die Fotos sind so ansprechend, dass einem sofort das Wasser im Munde zusammen läuft!
Die Zutaten sind ebenfalls einzeln abgebildet. Das sieht zwar schön aus, doch ich fand es total unübersichtlich, da sie einzeln mit Pfeilen benannt sind und die Schriftart ebenfalls unterschiedlich ausgefallen ist. Zwar gibt es hinten noch einmal eine Auflistung der einzelnen Rezepte und deren Zutaten, ich hätte es mir aber direkt auf der Seite übersichtlicher gewünscht. Aber das ist, ehrlich gesagt, auch der einzige Kritikpunkt an dem Buch.

Unglaublicherweise stimmen sogar die Mengenangaben! Die Rezepte sind für zwei Personen ausgelegt und es werden auch zwei Personen satt!! Eine seltene Angelegenheit, oft müssen wir für vier kochen.

Noch ein letztes: Die Hardcoverbindung ist super. Bleibt beim Kochen genau auf der gewünschten Seite aufgeschlagen.

Buddha-Bowl-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten! Durch die Saucen und die abwechslungsreichen Rezepte bekommt man auch tolle Anregungen für neue Eigenkreationen.



5/5 Sterne


Danke an das Bloggerportal und dem Bassermann Verlag für das Rezensionsexemplar!