Titel: Die Saphirtür
Autor: Stefanie Lasthaus
Seiten: 496
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 09. Juli 2018
Buchreihe: nein
Inhalt
Isla Hall ist im Silverton House angestellt als Lehrerin für die kleine Ruby. Kurz nachdem sie angefangen hat bemerkt sie, dass es Ruby von Tag zu Tag schlechter geht. Sie klagt darüber nicht träumen zu können und tatsächlich scheint sie keine Erholung im Schlaf zu finden. Isla macht sich auf die Suche nach der Lösung und entdeckt dabei eine geheimnisvolle Tür, die in ein magisches Reich führt.
Eigene Meinung
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen und man war sofort mitten in der Geschichte. Es wird nicht groß erklärt und eine ewig lange Vorgeschichte bleibt auch aus. Die magische Welt, die Isla entdeckt hat mir sehr gefallen. Allerdings werden im Laufe der Geschichte viele Fragen aufgeworfen, die jedoch nicht beantwortet werden.
Vor allem Antworten auf das "Wie" habe ich sehr vermisst!
Zwar wird viel erklärt, vor allem das Thema Schlafen und Träumen wird sehr genau erläutert, allerdings war das schon fast zu viel Information, welche dann nicht so richtig zufriedenstellend in die Geschichte eingebaut wurden.
Die Protagonisten sind toll. Isla ist eine unglaublich liebe Person und sogar die grantige Hannah hat ein großes Herz. Islas Freund kommt leider nur in Telefonaten vor. Die Anspielungen auf Dinge, die in seinem Privatleben passieren hätte man auch weglassen können, da sie mich als Leser nicht interessiert haben, schließlich sind sie auch komplett unwichtig für den Handlungsverlauf.
Auch über Islas Familie hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren.
Das Ende bleibt seeeehr offen. Ich für meinen Teil kann mich aber gut damit abfinden und bräuchte keine Fortsetzung, wenn es eine geben sollte. Zwar ist es etwas unbefriedigend, aber im Großen und Ganzen doch ganz ok.
Der einzige Manko den ich dann noch habe ist, dass am Ende ziemlich viel auf der Strecke bleibt und einfach nicht mehr behandelt wurde. Auch Isla hat dabei einige Minuspunkte gesammelt.
Fazit
"Die Saphirtür" hat mir ganz gut gefallen, wobei mir für mehr Sterne irgendetwas gefehlt hat. Da reicht eine fantastische Traumwelt leider nicht aus, auch das Drumherum muss perfekt sein. Dennoch eine ganz süße Geschichte.
3/5 Sterne
Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Titel: Liebe zukünftige Lieblingsfrau
Autor: Michalis Pantelouris
Seiten: 208
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2018
Buchreihe: nein
Inhalt
Michalis Pantelouris ist Journalist und wurde von seiner Frau verlassen. Nun muss er sein Leben mit seinen zwei Töchtern, die alle zwei Wochen bei ihm leben, alleine in den Griff bekommen. Wie das ist schreibt er in seiner Kolumne "Liebe zukünftige Lieblingsfrau", die in diesen Roman eingebettet wurde.
Eigene Meinung
Der Schreibstil von Michalis Pantelouris gefällt mir richtig gut. Er schreibt mit der perfekten Menge an Ernst und Humor. Er, bzw. meine Vorstellung von ihm war mir sofort sympathisch, perfekte Vorraussetzung für den Kurz-Roman.
Michalis Pantelouris schreibt einem aus der Seele. Er beschreibt ohne Schnörkel oder Schönschreiben wie es jemandem geht, nachdem er nach jahrelanger Beziehung von der Liebe seines Lebens verlassen wurde. Aber ebenso erzählt er, für was er weiterleben muss und warum er sich nicht einfach tage-, oder wochenlang in der Wohnung einsperren und vor sich hin vegetieren kann. Und er erzählt, wie er durch die Freude an den kleinen Dingen Lust auf sein neues Leben bekommen hat.
Gespickt ist sein Roman mit Beiträgen aus seiner Kolumne in der SZ. Bei dem Inhalt und seiner Art zu schreiben hat es mich nicht verwundert, dass er plötzlich so viele Zuschriften von Frauen bekommen hat. Michalis Pantelouris ist ein großer Romantiker und trifft mit seinen Formulierungen immer ins Schwarze. Toll zu lesen, dass es den Männern doch nicht anders geht als uns Frauen - die meisten zeigen es wohl nur nicht so offen.
Fazit
Ein wirklich tolles Buch darüber, wie man nach einem Tiefschlag wieder lernt aufzustehen, sein eigenes Leben ohne Partner aufzubauen und dieses mit Freude und Liebe zu füllen.
Danke für diesen sehr intimen, aber auch sehr humorvollen Einblick in Ihr Herz.
5/5 Sterne
Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Titel: Das sechste Erwachen
Autor: Mur Lafferty
Originaltitel: Six Wakes
Seiten: 480
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2018
Buchreihe: nein
Inhalt
Ein Raumschiff fliegt 2000 Menschen auf einen neuen Planeten. Die Besatzung ist nur sechs Köpfe groß und besteht aus Klonen. Wenn auf der 400 Jahre dauernden Mission einer stirbt, wird er umgehend wieder ersetzt.
Doch plötzlich wachen alle Klone gleichzeitig mitten in einem Blutbad auf, ohne Erinnerung an die letzten 25 Jahre. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Und wie sollen sie den Killer finden, wenn sich niemand erinnern kann?
Eigene Meinung
Der Anfang in die Geschichte war etwas schwierig. Es wurde viel mit Begriffen um sich geworfen, die man noch nicht einordnen konnte und die historische Geschichte rund ums Klonen wurde auch erst nach und nach erzählt.
Wir begleiten die sechs, bzw. sieben (wenn man die KI IAN mitzählt) in der Gegenwart und erfahren durch Berichte nach und nach, was ihre Geschichte ist, warum und wie sie an Bord des Raumschiffes gelandet sind.
Teilweise war es wirklich schwer, alle Ereignisse zu ordnen und zu verstehen, da ich die Vorgänge rund ums Klonen nicht immer ganz verstanden habe. Ich denke es liegt daran, dass sie nicht zufriedenstellend erklärt wurden. Es wurde im Laufe des Buches zwar besser, hätte jedoch von Anfang an einmal vernünftig beschrieben werden sollen.
Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf. Erst passiert nicht viel, außer dass alle versuchen Ordnung in das Chaos zu bringen. Doch mit jedem Geheimnis, dass in irgendeiner Weise ans Licht kommt, wird es spannender. Ich habe auch versucht, mir selber einen Reim auf die Ereignisse zu machen, jedoch war es einfach zu komplex und viel zu verstrickt in der Vergangenheit, als das ich mit meinen Vermutungen richtig gelegen hätte.
IAN hat mir unglaublich gut gefallen! Meiner Meinung nach der beste Charakter im Buch. Er ist witzig und sarkastisch und hat mich daher mehr als einmal zum Lachen gebracht. Ernste Situationen werden total aufgelockert und es hat einfach riesigen Spaß gemacht weiterzulesen! Generell haben mich die Dialoge zwischen den Charakteren unglaublich begeistert!
Die Auflösung und der Showdown am Ende waren klasse! Totale Gänsehaut!! Nur schade, dass sich dadurch einige Fragen ergeben haben, die nicht mehr beantwortet wurden. Stoff für einen zweiten Band wäre auf jeden fall da gewesen!
Fazit
Ein spannender und vor allem wahnsinnig witziger Thriller! Man muss zwar etwas Gedult haben, wenn man bei der ganzen Klonsache durchblicken möchte, aber es lohnt sich!
5/5 Sterne
Danke an Heyne und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Titel: Das Morpheus-Gen
Autor: Tibor Rode
Originaltitel: Koffein
Seiten: 432
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2018
Buchreihe: nein
Inhalt
David wird immer öfter von Schlaflosigkeit geplagt. Zu allem Überfluss verlässt ihn seine Freundin Sarah und wird kurz darauf tot aufgefunden. Als sich immer mehr komische Ereignisse aneinanderreihen und David Hinweise auf seine unbekannte Vergangenheit findet, spitzt sich die Lage zu. Denn das, was David die Schlaflosigkeit bereitet, hat seinen Ursprung viele Jahrhunderte zuvor und kann ihn umbringen.
Eigene Meinung
Mir hat das Buch von Anfang an richtig gut gefallen. Es war durchweg spannend, auch wenn es einige kleine Längen gab, die ruhig hätten abgekürzt werden können. Wir verfolgen Davids versuche, Licht ins Dunkel seiner Vergangenheit zu bringen und erfahren gleichzeitig durch Rückblicke, wie alles angefangen hat.
Stellenweise war es etwas verwirrend einzuordnen, wer jetzt zu wem gehört und welche Interessen verfolgt, da so viele Parteien involviert waren. Hätte man vielleicht auch etwas kürzen können, aber gut.
David war manchmal etwas leichtgläubig, wo bei mir als Leser schon die Alarmglocken geschrillt haben und dazu kommt, dass es manchmal etwas offensichtlich war, welche Absichten (ob gut oder böse) ein bestimmter Charakter hat.
Am besten hat mit der Ermittler Millner gefallen, leider kommen er und seine Ermittlungsarbeit viel zu kurz. Überhaupt werden einige Charaktere nur kurz angeschnitten und dann nicht mehr behandelt, was ich sehr schade und etwas oberflächlich fand. Manchmal kam es mir vor, als hätte Tibor Rode zu viele Ideen und hat versucht diese möglichst kompakt und raffiniert unterzubringen, was bei mir aber eher chaotisch und lieblos rüber kam.
Der wissenschaftliche Teil des Romans war gut durchdacht und wurde sehr verständlich rüber gebracht. Auch für Biologie-Laien nicht zu komplex!
Das Ende hat mir nicht so zugesagt, da es ein wirklich kitschiges und einfaches Ende war. Alles passt zu perfekt und jedes noch aufkommende Problem wird plötzlich beseitigt. Da hätte ich mir etwas raffinierteres gewünscht.
Fazit
Trotz meiner scheinbar eher negativen Kritik konnte mich "Das Morpheus-Gen" sehr gut unterhalten. Es war spannend und hat sehr zum Miträtseln angeregt!
4/5 Sterne
Danke an Bastei Lübbe und die Lesejury für das Rezensionsexemplar!